Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS111 5 II 0241 SPK0005 24.Nov 08
SPÖ/Bayr/Gesundheit/Frauen

Bayr: 536.000 Frauen sterben jedes Jahr durch Mängel in der reproduktiven Gesundheit

Utl.: Bayr fordert verbesserte Geburtenbetreuung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen =

Wien (SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, macht anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November auf das Faktum aufmerksam, dass weltweit alljährlich 536.000 Frauen an Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen sterben. "Diese Frauen sind Opfer einer vernachlässigten Politik im Bereich reproduktive Gesundheit", macht Bayr deutlich, "sie müssten nicht sterben, wenn sie nicht als Kinder verheiratet und damit zu früh zum Gebären verurteilt, wenn sie jede mögliche Hilfestellung während der Schwangerschaft und bei der Geburt erhalten würden!" ****

"Wenn alljährlich 1.072 Jumbojets abstürzten und alle angenommenen 500 Passagiere dabei ums Leben kämen - würde es da nicht Aufschreie des Entsetzens geben? Würden wir da nicht weltweite Aktionspläne zur Verhinderung weiterer Unglücke erarbeiten? Genau dies fordere ich für alle Frauen dieser Welt - lassen wir sie nicht sterben, wenn sie Leben schenken!", so Bayr wörtlich.

Bayr betont, dass auch dieser Umstand eine Form der strukturellen Gewalt an Frauen darstellt, da die hohe weltweite Müttersterblichkeit kein unabwendbares Schicksal, sondern Konsequenz der Unterlassung von Hilfestellung ist. Auch der kürzlich präsentierte aktuelle Weltbevölkerungsbericht zeugt von den Schwierigkeiten im Kampf gegen Müttersterblichkeit, die seit den 80er-Jahren noch immer nicht gesenkt werden konnte. Erklärtes Millennium-Entwicklungs-Ziel der UNO ist, die Müttersterblichkeit bis 2015 um 75 Prozent zu senken.
(Schluss) mb/mp


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