Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

APA276 5 AI 0211 CA 24.Nov 08
Österreich/Frauen/Gesundheit/SPÖ

Müttersterblichkeit: SPÖ-Abgeordnete Bayr für weltweite Aktionspläne

Utl.: "Opfer einer vernachlässigten Politik" - Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am Dienstag =

Wien (APA) - Jährlich sterben weltweit 536.000 Frauen an Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen. "Diese Frauen sind Opfer einer vernachlässigten Politik", so die Nationalratsabgeordnete Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, am Montag in einer Aussendung. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am morgigen Dienstag forderte Bayr "weltweite Aktionspläne".

"Diese Frauen müssten nicht sterben, wenn sie nicht als Kinder verheiratet und damit zu früh zum Gebären verurteilt, wenn sie jede mögliche Hilfestellung während der Schwangerschaft und bei der Geburt erhalten würden", so Bayr. Die Politikerin betonte, dass Müttersterblichkeit in den meisten Fällen eine Form der strukturellen Gewalt an Frauen darstelle, da sie kein unabwendbares Schicksal, sondern "Konsequenz der Unterlassung von Hilfestellung" sei.

Obwohl es ein Millennium-Entwicklungsziel der UNO ist, die Müttersterblichkeit bis 2015 um 75 Prozent zu senken, stagniert die Zahl seit den 1980er Jahren, wie aus dem jüngsten Weltbevölkerungsbericht hervorgeht. Die Zahl der Frauen, die Verletzungen und Folgeschäden von Schwangerschaften davontragen, liegt bei zehn bis fünfzehn Millionen jährlich. Ärmere Schichten sind während der Schwangerschaft und Geburt einem höheren Risiko ausgesetzt. In Afrika steht nur 46,5 Prozent der Frauen ein ausgebildeter Geburtshelfer zur Verfügung, in Asien 65,4 Prozent.
(Schluss) fpr/spu/hf

APA276 2008-11-24/12:33

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