Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS194 5 II 0418 SPK0002 CI 17.Nov 08
SPÖ/Bayr/Umwelt/Klimawandel

Neueste Daten zum Klimawandel - Zusammenarbeit auf EU- und internationaler Ebene gefragt

Utl.: Bayr fordert verstärkte Investitionen in inländischen Klimaschutz =

Wien (SK) - Die nun vom UN-Klimasekretariat vorgelegten neuesten Emissionsdaten aus den 41 Industriestaaten, welche die UNO-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ratifiziert haben, belegen, dass die Anstrengungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen weiter vergrößert werden müssen. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, zeigt sich zwar erfreut, dass die Tendenz 2006 in Österreich seit dem Rekordhoch von 2005 wieder sinkend ist, betont aber die Dringlichkeit, hier nicht den internationalen Trend zu verpassen und endlich auch in Österreich dauerhaft und stetig den Treibhausgasausstoß zu senken. ****

"Wir haben die Technologien und wir wissen, wie wir das Klima schützen können", so Bayr, "aber die entsprechende Politik passiert erst im Ansatz und wir haben keine Zeit zu verlieren, weitere und effizientere Maßnahmen zu setzen, um unser Ziel der Reduktion auch tatsächlich zu verwirklichen!" Es sei besonders wichtig, den Schwerpunkt auf Investitionen im Inland zu setzen, anstatt teuer Zertifikate anzukaufen. In diesem Zusammenhang drückt Bayr auch ihre Hoffnung aus, dass bald eine handlungsfähige Bundesregierung ihre Arbeit dazu aufnehmen kann.

Auf EU-Ebene fordert Bayr, die ehrgeizigen Ziele einer Reduktion von 20 Prozent bis 2020 (Vergleichsjahr 1990) nicht zu zerreden, sondern bald die formalen Grundlagen dafür zu schaffen. Die Senkung der Ziele zur Agrospritbeimischung sei eine sinnvolle Adaption und aus ökologischer wie auch aus sozialer und menschenrechtlicher Perspektive ausgesprochen begrüßenswert, so Bayr, denn "wir werden auch in den kommenden Jahren immer wieder auf aktuelle Entwicklungen eingehen müssen und unsere Pläne vermutlich noch einige Male neu orientieren, um unsere Ziele zu erreichen!"

Auch auf internationaler Ebene sei noch viel an Fortschritten notwendig, um eine global für das Klima wirksame Reduktion an Treibhausgasen zu erreichen, wie der heute in Bonn präsentierte Bericht des UN-Klimasekretariats eindrücklich beweist. "Wir müssen alle Industrie- und auch die großen Schwellenländer mit an Bord holen", ist Bayr überzeugt, "und da braucht es die Vorbildwirkung der reichen Länder, die mit gutem Beispiel in ihren Treibhausgasreduktionen vorangehen müssen und die ärmeren Länder in ihren Bemühungen unterstützen, denn diese haben ebenso ein Recht auf Entwicklung und Fortschritt!" Technologietransfer sowie entsprechend dotierte Fonds für Anpassungsmaßnahmen seien die notwendigen Instrumente zur Zusammenarbeit, so Bayr.

"Es gilt einmal mehr: Taten statt Worte", so Bayr abschließend, "wir müssen unsere Anstrengungen sowohl auf nationaler Ebene als auch auf EU-Ebene und schließlich in den internationalen Beziehungen gleichzeitig verstärken - daran führt kein Weg vorbei, wenn wir den Klimawandel wirklich einbremsen wollen!" (Schluss) sl/mp


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OTS194 2008-11-17/14:35