Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS018 5 II 0342 SPK0002 13.Dez 08
SPÖ/Bayr/Entwicklungspolitik/UNO-Klimakonferenz

Bayr zu UNO-Klimakonferenz: "Jetzt Weichen für ein gerechtes Morgen stellen"

Utl.: Bayr zieht ernüchternde Bilanz nach Poznan =

Wien (SK) - "Von Poznan nach Kopenhagen ist noch ein ausgesprochen langer Weg zu gehen und viele Hindernisse zu nehmen", stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, zum Ende der diesjährigen UNO-Klimakonferenz fest. Bayr, die selbst in Poznan an der Konferenz teilgenommen hat, zeigt sich über den Fortschritt hin zu einem weitreichenden Vertragswerk für die Zeit nach dem Kioto-Regime ernüchtert: "Wir brauchen weltumspannende Vereinbarungen, die wirklich greifen und mit radikalen Maßnahmen dazu beitragen, die Klimaerwärmung einzubremsen. Wir brauchen dazu ein ambitioniertes Ziel ohne Schlupflöcher und einen solidarischen Ausgleich der Lasten zwischen jenen Ländern, die die Erwärmung vorrangig verursacht haben und jenen, die bereits jetzt am meisten darunter leiden." Die in Poznan erreichten Regelungen bezüglich eines solchen Lastenausgleichs in Form eines Adaptionsfonds für die am wenigsten entwickelten Länder bringt nach Meinung der Abgeordneten einen solchen Lastenausgleich vor allem von der Höhe der Mittel her gesehen auf keinen Fall. ****

"Die Entwicklungspolitik der nächsten Jahre wird sich verstärkt den neuen klimatischen Gegebenheiten anzupassen haben und wir haben uns darauf einzustellen, dass wir abgesehen von den internationalen Vereinbarungen zur Erhöhung der Entwicklungsgelder auch Ressourcen und Knowhow für die Verminderung von Treibhausgasen und die Anpassungsmaßnahmen im Norden wie im Süden zur Verfügung stellen müssen", ist Bayr überzeugt und mahnt in diesem Zusammenhang die im kommenden Budget fällige Steigerung der Hilfsgelder ein.

"Sowohl die nachhinkende Entwicklung, als auch das Leiden an den Folgen der Klimaerwärmung im Süden steht in direktem Zusammenhang mit einem unreflektierten Ausbeuten und Vergeuden von Ressourcen, über die bisherige Generationen verfügt haben, als wären es ihre alleine. Wir haben eine historische Schuld an den Menschen im Süden zu begleichen, aber wir verfügen auch über die technischen und finanziellen Mittel und Möglichkeiten, die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Alles andere würde die Chancen auf ein menschenwürdiges (Über)Leben nachfolgender Generationen aufs Spiel setzen, Widersprüche zuspitzen und eine friedliche Zukunft gefährden", warnt Bayr abschließend.(Schluss) ue


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