Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS129 5 II 0282 SPK0002 AI 28.Nov 08
SPÖ/Bayr/Welt-Aids-Tag

Bayr: Welt-Aids-Tag: Verheiratete Frauen besonders gefährdet

Utl.: SP-Bayr fordert mehr Forschungsgelder für Prävention für Frauen =

Wien (SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, erinnert anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember an die Gefährdung von Frauen, die verheiratet bzw. in festen Beziehungen leben. "Tatsächlich sind Frauen heute besonders gefährdet, weil sie sich aus unterschiedlichen Gründen ungeschütztem Sex aussetzen", so Bayr, "entweder weil sie in einer vermeintlich gesicherten Beziehung wie der Ehe leben oder aufgrund ihrer mangelnden Selbstbestimmungsmöglichkeiten durch patriarchale Gesellschaftsstrukturen." ****

Bayr fordert die Erhöhung der Forschungsgelder für medikamentöse Schutzpräparate wie etwa Mikrobizide, die für Frauen entwickelt werden, um die Abhängigkeit von der Bereitschaft des Mannes, ein Kondom zu benutzen, herabzusetzen. "Solange Frauen darauf angewiesen sind, dass ihr Sexualpartner ein Präservativ verwendet", wie Bayr unterstreicht, "sind sie in akuter Gefahr! Gerade in ehelichen Beziehungen gilt es als verpönt, auf ein Präservativ zu bestehen, da dies als Hinweis auf Untreue zu werten ist!"

"Bildungs-, Berufs- und Einkommensniveau von Frauen stehen in direktem Zusammenhang mit deren Vermögen, selbstbestimmt, zu leben und damit auch über ihre Sexualität zu bestimmen" ist Bayr überzeugt und weist in diesem Zusammenhang auch auf die Notwendigkeit hin, gerade in der Entwicklungspolitik noch stärkere Akzente auf diesen Bereich zu setzen. "Wir wissen, dass Demokratieentwicklung, sozialer Zusammenhalt, Gesundheitssegment und nicht zuletzt die Wirtschaft einer Gesellschaft in den Entwicklungsländern direkt mit gelungenem Empowerment der Frauen zusammenhängt, also gilt es, hier noch stärkeres Engagement auch seitens der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit zu setzen!", ist Bayr überzeugt.

In diesem Zusammenhang verweist Bayr abschließend auf die Notwendigkeit, leistbare Medikamente zur Behandlung von an Aids Erkrankten in Entwicklungsländern durch speziell darauf abgestimmte Patentrechtslösungen zu ermöglichen. (Schluss) ps/mm


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