Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS107 5 II 0311 SPK0002                                  28.Okt 09

40 Tage bis Kopenhagen - wir müssen die Klimaerwärmung stoppen!

Utl.: SP-Bayr warnt vor verhaltener Klimapolitik am EU Gipfel =

   Wien (OTS/SK) - "Da sich die EU-Umwelt- und Finanzminister letzte Woche in Luxemburg nicht auf ein gemeinsames Finanzierungskonzept zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember festlegen konnten – oder wollten", so Petra Bayr, "bleibt diese Entscheidung nun den Regierungschefs beim EU-Gipfel überlassen. Es muss nun Schluss sein mit taktischen Verschleierungsmanövern - schließlich geht es um die so dringend notwendige Eindämmung der Klimaerwärmung!"

 "Die Verhandlungsstrategie, so lange wie möglich keine Ausgangspunkte für konkrete Finanzierungszusagen von Programmen gegenüber den Entwicklungsländern verlauten zu lassen, wird es nicht einfacher machen, sich global zu einigen", so Bayr. Eine Einigung auf ein möglichst weltumspannendes Klimaregime für die Zeit ab 2013, bereits heuer in Kopenhagen, ist aber nötig, um zeitgerecht die Weichen stellen zu können. Auch bei der Klimapolitik gilt das Motto: Zeit ist Geld", so die SPÖ-Sprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, "wir sparen uns nichts, wenn wir möglichst lange nichts tun, im Gegenteil: es ist längst und mehrfach wissenschaftlich belegt, dass jedes untätige Jahr in Sachen effektiver Treibhausgasreduktion die Folgekosten um ein Vielfaches steigert!"

 Die SPÖ-Abgeordnete fordert deshalb erneut von der EU, den Entwicklungsländern entgegenzukommen und ihnen eine Teilnahme an einem Post-Kyoto-Klimaabkommen, wie es in Kopenhagen zustande kommen soll, zu ermöglichen. "Wir können den Entwicklungsländern nicht
vorschlagen, sich wirtschaftlich einfach nicht zu entwickeln, damit die Treibhausgasemissionen der Industrieländer der letzten Jahrzehnte wieder gut gemacht werden - wir müssen selbst mit gutem Beispiel vorangehen und konstruktive Lösungen im eigenen Land realisieren!" Dazu fordert Bayr, die Entwicklungsländer bei der Finanzierung der zu erwartenden hohen Kosten zur Bewältigung der Folgen der Klimaerwärmung - ExpertInnen schätzen diese Kosten auf etwa 100 Milliarden Dollar jährlich ein - zu unterstützen. "Ein einfaches und transparentes Prinzip wäre Schuldenerlass gegen Investition in Kompensationsmaßnahmen", wie Bayr abschließend vorschlägt. (Schluss)
mw/mp


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OTS107    2009-10-28/11:07