Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS128 5 II 0289 SPK0004                                  11.Feb 09
SPÖ BAYR KONFLIKTE KINDER

Bayr zu Tag gegen KindersoldatInnen - Ziel noch nicht erreicht

Utl.: Bayr: Weitere Anstrengungen zur Bekämpfung des Waffenhandels nötig =

   Wien (SK) - Anlässlich des am 12. Februar international begangenen Tages gegen KindersoldatInnen erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, an die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen auf internationaler Ebene, um der Tragödie der KindersoldatInnen ein Ende bereiten zu können. "Die Bemühungen um die Kontrolle von Waffenexporten und die Bekämpfung des illegalen Handels mit Kleinwaffen und leichten Waffen waren und sind ein ganz wichtiger Schritt, denn naturgemäß sind diese zur Bewaffnung von Kindern besser geeignet als größere und schwerere Geräte", so Bayr, "dennoch sind wir vom Ziel einer echten Kontrolle des Waffenhandels weit entfernt und so gilt es die anzuerkennenden Fortschritte weiter auszubauen und endlich in ein international umsetzbares Abkommen zu gießen." ****

   Die Zahl der kriegerischen Auseinandersetzungen ging zwar in den letzten Jahren zurück, doch in mindestens 24 Ländern finden sich unter den Soldaten Kinder. Dies ging aus dem im letzten Sommer veröffentlichten Bericht der "Koalition gegen den Einsatz von Kindersoldaten" hervor, der alle 4 Jahre von Menschenrechtsorganisationen wie "amnesty international", "terre des hommes" und "Human Rights Watch", präsentiert wird. So fristen nach wie vor laut ExpertInnenschätzungen weltweit etwa 300.000 Burschen und Mädchen ein menschenunwürdiges Dasein als KindersoldatInnen, werden als Kanonenfutter oder als Zwangsprostituierte missbraucht und haben keine Aussicht auf ein kindgerechtes Leben.

   "Es gilt, diesen Kindern Chancen auf eine Zukunft einzuräumen", ist Bayr überzeugt, "so bedarf es weiterer Programme zur Ausbildung und zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft dieser Kinder, denn durch ihre Kriegsvergangenheit und getrennt von ihren ursprünglichen Familien- und Dorfgemeinschaften, sind sie potentielle KandidatInnen für neue gewaltreiche Konflikte, zumal ihr bisheriges Leben von Gewalt geprägt war." (Schluss) sw/mp


Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
   Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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OTS128    2009-02-11/11:27