Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS0087 II 06.10.2009 10:55:48

Decent Work - Welttag für menschwürdige Arbeit

Utl.: Petra Bayr und Wolfgang Katzian für die Stärkung der ArbeitnehmerInnenrechte

"Der Welttag für menschenwürdige Arbeit ist ein Signal für alle ArbeitnehmerInnen", so Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, "auf ihr Recht, sich gegen Ausbeutung und Diskriminierung zu wehren und für faire Arbeitsbedingungen mit fairer Entlohnung zu kämpfen!" Bayr betont, dass die diesbezüglichen Verhältnisse in Entwicklungsländern besonders schlecht stünden - und dort insbesondere in sogenannten Exportwirtschaftszonen. ****

"Aber auch in Österreich steht die Situation der ArbeitnehmerInnen nicht zum Besten: Prekarisierung, Leiharbeit, Arbeitsplatzabbau und die Androhung von Nulllohnrunden stehen im Raum", ergänzt Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier "deswegen kommt den Gewerkschaften heute eine neue und besonders wichtige Bedeutung zu - denn nur der organisierte Zusammenschluss aller ArbeitnehmerInnen kann der menschenverachtenden Ausbeutung am Arbeitsmarkt Einhalt gebieten!"

Unternehmen, insbesondere multinationale Konzerne, fröhnten dem Gebot der Gewinnmaximierung und seien in den letzten Jahren auch in den Industrieländern wieder rücksichtsloser geworden. Die Errungenschaften der Gewerkschaften müssten verteidigt und auch international ausgebaut werden, wie Bayr und Katzian betonen. Denn mit der Drohung, Produktion und Dienstleistungen in andere Länder, vorzugsweise in Entwicklungsländer, zu verlagern, seien Staaten erpresst und Gewerkschaften unter Druck gesetzt worden. Jetzt, in Zeiten der Krise, sei die Situation nicht besser - im Gegenteil würde die Schraube noch fester angezogen.

"Wir müssen hier in Europa solidarisch mit den ArbeitnehmerInnen in den Entwicklungsländern sein", so Bayr schließlich, "damit wir nicht gegeneinander ausspielbar sind - dulden wir heute deren schlechte Arbeitsbedingungen, werden wir morgen damit erpresst!"

"Es muss der politische Druck weltweit noch erhöht werden, dass als Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise die Spielregeln im Interesse der arbeitenden Menschen nachhaltig verändert werden. Der internationalen Gewerkschaftsbewegung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu", so der GPA-djp-Vorsitzende. (Schluss) up/mp


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