Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS238 5 II 0460 SPK0013                                  25.Mär 09

Bayr: Femidom ist vor allem für Frauen ein probates Mittel, um sich vor HIV/Aids zu schützen

Utl.: Abgeordnete Petra Bayr und Wiener SPÖ-Frauen machen sich für Femidom als selbstbestimmtes Verhütungsmittel stark =

   Wien (SK) - Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, will gemeinsam mit der Aids Hilfe Wien und den Wiener SPÖ-Frauen die Bekanntheit des Femidoms steigern. Vor allem in der Entwicklungshilfe sei das Femidom eine einfache Schutzmaßnahme gegen HIV/Aids, betonte Bayr. "Mit dem Femidom können sich Frauen einfach und selbstbestimmt schützen", erklärte Nicole Krotsch, Frauensekretärin der Wiener SPÖ-Frauen, heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch. ****

Weltweit sind mehr als die Hälfte der HIV-infizierten Menschen Frauen. Das Femidom sei, speziell in armen Ländern, eine probate Möglichkeit, um sich vor HIV/Aids zu schützen, machte Petra Bayr deutlich. Weiters hob sie die Wichtigkeit von Bildung, Aufklärung und Information hervor. "Bildung, und vor allem berufliche Ausbildung ist die allerbeste Schutzmöglichkeit von Frauen gegen HIV/Aids", sagte Bayr, die dabei die ökonomische Unabhängigkeit gegenüber Männern hervorhebt.

   "Ich freue mich sehr, dass es zum allerersten Mal gelungen ist, dass im Regierungsprogramm im Kapitel  Entwicklungszusammenarbeit auch HIV/Aids vorkommt", zeigte sich  Bayr zufrieden. Die Nationalratsabgeordnete will sich in der Entwicklungszusammenarbeit vor allem für reproduktive und sexuelle Gesundheit stark machen. Das Femdiom spiele dabei eine entscheidende Rolle, da es selbstbestimmte Verhütung ermögliche.

Ztwl.: Wiener SPÖ-Frauen wollen Bekanntheit des Femidoms steigern

"Es ist uns als Wiener SPÖ-Frauen sehr wichtig, dass es niederschwellige Informationsveranstaltungen für junge Frauen und Mädchen gibt. Denn den verbreiteten Fehlinformationen und dem Unwissen in Bezug auf den richtigen Schutz möchten wir auf jeden Fall entgegenwirken", so Krotsch. Die Infektionen von Frauen nehmen in Österreich im internationalen Vergleich überproportional zu. "Dieser Entwicklung muss aktiv entgegengewirkt werden", erklärte Krotsch. Die Wiener SPÖ-Frauen möchten auf Bezirksveranstaltungen und eigenen Infoevents auf die Problematik aufmerksam machen und das Femidom als selbstbestimmte Alternative zum Kondom bekannter machen. Weiters soll das Angebot ausgebaut werden. "Wir wollen, dass Femidome in
Österreich ebenso wie Kondome in Supermärkten und Apotheken käuflich angeboten werden", erklärte Krotsch. Derzeit kann das Verhütungsmittel in Österreich nur in Apotheken oder über Online-Shops bestellt werden.

Zwtl: Bis zu 15.000 Menschen in Österreich leben mit HIV/Aids, ein Drittel davon sind Frauen

In Österreich leben inklusive Dunkelziffern rund 12.000 bis 15.000 Menschen mit HIV/Aids. "Ein Drittel davon sind Frauen. Die meisten von ihnen haben sich über heterosexuellen Geschlechtsverkehr infiziert und sehr viele in Beziehungen, trotz des Wissens, dass es Schutzmöglichkeiten gibt", erläuterte Sabine Lex von der Aids Hilfe Wien. Die Erfahrung der Aufklärungsarbeit der Aids Hilfe Wien zeige, dass "das Einfordern des Kondomgebrauchs für Frauen oft Schwierigkeiten bereitet", so Lex. Wenige Frauen wissen, dass es mit dem Femidom eine weitere Schutzmöglichkeit gegen HIV gibt, die selbstbestimmt eingesetzt werden kann. (Schluss) ks


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OTS238    2009-03-25/13:34