Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS051 5 II 0301 SPK0001                                  11.Feb 09
SPÖ BAYR ENTWICKLUNGSPOLITIK FGM

Bayr: "FGM ist eine massive Menschenrechtsverletzung"

Utl.: Jugendorganisationen sind wichtige Partnerinnen im Kampf gegen FGM =

   Wien (SK) - Am 6. Februar 2003 wurde bei einer Konferenz des Inter African Commitee der "International Day of Zero Tolerance to FGM (female genital mutilation)" ausgerufen, erklärte SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr bei der von der Bundesjugendvertretung (BJV) initiierten Diskussionsveranstaltung "Zwischen Tradition und Menschenrechten - Keine Toleranz gegenüber FGM", zu der auch Etenesh Hadis von der Afrikanischen Frauenorganisation geladen war. "FGM ist eine massive Menschenrechtsverletzung und keine Kultur kann diese Menschenrechtsverletzung rechtfertigen", betonte Bayr. Unumgänglich sei es jedoch, sich fundierte Kenntnisse über jene Kulturen, wo FGM praktiziert wird, anzueignen, denn nur dann könnten "akzeptable Ausstiegsmöglichkeiten entwickelt werden", erklärte Bayr, die Mitgründerin der Internetplattform: www.stopFGM.net. ****

   Die von Bayr mitinitiierte "Internetplattform soll Agierenden gegen FGM vernetzen" und informiert über Genitalverstümmelung in Österreich. Die Rechtslage in Österreich ist zwar sehr gut, da sowohl TäterInnen, als auch MithelferInnen von Genitalverstümmelung zur Rechenschaft gezogen werden können, nur liegen noch keine konkreten juridischen Fälle vor, führte Bayr aus.

   FGM werde vorwiegend mit Afrika assoziiert, da hier gutes Zahlenmaterial vorliegt. Jedoch auch in Asien und in Europa findet diese Praxis statt, nur gibt es diesbezüglich noch keine flächendeckenden Aufzeichnungen, so Bayr. Genitalverstümmelung hängt nicht mit Religion zusammen, sondern ist vielmehr durch eine patriarchale Kultur bedingt, betonte Bayr. Aus diesem Grund sei es wichtig, auch "Männer bei diesem Paradigmenwechsel mit einzubeziehen."

   Konkreten Handlungsbedarf sieht die SPÖ-Bildungssprecherin in Österreich bei der Ausbildung von Beamtinnen und Beamten, die Asylverfahren durchführen. Denn die Behandlung dieser Fälle erfordere eine äußert sensible Vorgehensweise, zumal FGM auch ein Grund ist, um Asyl anzusuchen, so Bayr. Die Vorsitzende der Afrikanischen Frauenorganisation, Etenesh Hadis, bedankte sich abschließend auch bei Barbara Prammer für ihre umfassende Unterstützung bei dieser Thematik. (Schluss) ue


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   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
   Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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OTS051    2009-02-11/09:58