Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS0078 II, AI 06.03.2009 10:13:48

Bayr: Frau sein kann Todesurteil bedeuten

Utl.: Gewalt an Frauen weltweit bekämpfen

Der internationale Frauentag ist auch 2009 nicht nur Grund zum Feiern", wie Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung betont, "denn in vielen Ländern sind Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen entsetzlicher Alltag!" So ist in China oder auch Indien die Chance, als Frau bzw. Mädchen überhaupt zur Welt zu kommen, deutlich herabgesetzt, da die gezielten Abtreibungen von weiblichen Föten eine weit verbreitete Praxis ist.****

Sogenannte Ehrenmorde, Säureattentate und andere brutale Gewalt gegen Frauen sind Realität in Ländern wie Pakistan, Indien oder der Türkei. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mädchen in Südafrika lesen und schreiben lernt ist geringer als die, dass es vergewaltigt wird, bis es erwachsen ist. "Aber lassen wir uns nicht täuschen", so Bayr warnend, "auch in Europa, auch in Österreich ist durchschnittlich jede vierte Frau mit häuslicher Gewalt konfrontiert!"

"Sexuelle Übergriffe gegen Frauen sind weltweit ein manifestes Problem", so Bayr, "die eine besonders perfide Form der Unterdrückung darstellen, die nicht nur körperliche, sondern auch psychische Schädigung bedeutet. Deshalb ist die Durchsetzung eines selbstbestimmten Sexuallebens für Frauen ein wichtiges Ziel, welches nur über eine Vielzahl von Maßnahmen zu erreichen ist. Prioritär ist dabei, dass Frauen ein eigenständiges Einkommen haben, das sie ökonomisch unabhängig macht. Dazu ist eine breite Grundbildung aller Mädchen ebenso notwendig wie eine Berufsausbildung, die auf die Erfordernisse der jeweiligen Ökonomien eingeht und Frauen im besonderen Ausmaß befähigt, bezahlte Arbeit zu erlangen. Neben legistischen Rahmenbedingungen gegen Unterdrückung und Marginalisierung brauchen wir eine gesellschaftliche Etablierung der Rechte der Frauen, deren Missachtung ebenso geächtet wird. Enttabuisierung, Information und Aufklärung sind für weitere Fortschritte unerlässlich!"

In diesem Zusammenhang betont Bayr die Wichtigkeit entwicklungspolitischer Projekte zur Stärkung der Rechte der Frauen. "Durch erfolgreiches Empowerment von Frauen gelingen auch Verbesserungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Armutsbekämpfung", ist Bayr von den Ergebnissen bisheriger Projekte und Untersuchungen überzeugt und führt abschließend das Beispiel der Bekämpfung der Pandemie HIV/Aids an: "Nur wenn Frauen bestimmen können, mit wem und unter welchen Umständen sie eine Sexualbeziehung eingehen, ist die Möglichkeit zur ungewollten Empfängnis-, aber auch Infektionsverhütung gegeben!" (Schluss) ps

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275, Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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