Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS331 5 II 0290 NSK0006 AI                               19.Nov 09

Bayr: "Hunger ist größte Menschenrechtsverletzung des 21. Jahrhunderts"

Utl.: Reiche Länder haben Schlüssel in der Hand, um Nahrungsmittelkrise zu bewältigen =

   Wien (OTS/SK) - "Wir sind die erste Generation, die sowohl die Technologie als auch die Mittel dazu hat, alle Menschen unserer Welt aus der Falle von Hunger und Armut zu befreien - was fehlt, ist der politische Wille", so die SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, Petra Bayr, am Donnerstag im Nationalrat. "Die Wirtschafts-, die Energie- und die Nahrungsmittelkrise treffen Menschen in armen Ländern am härtesten, gehen aber von den reichen Ländern aus." Diese hätten auch den Schlüssel in der Hand, die aktuellen Krisen in den Griff zu bekommen. Schließlich stelle der Hunger die "größte Menschenrechtsverletzung des 21. Jahrhunderts" dar, so die SPÖ-Nationalratsabgeordnete. ****

"Jede dritte Sekunde stirbt ein Mensch an den Folgen des Hunger", ruft Bayr anlässlich des soeben zu Ende gegangenen UN-Ernährungsgipfels in Erinnerung. Dafür ist laut der SPÖ-Sprecherin selten der Mangel an Nahrung verantwortlich, sondern vielmehr "soziale, ökonomische und politische Faktoren" - unter anderem das Bevölkerungswachstum in Entwicklungsländern, das durch Maßnahmen im Bereich reproduktiver Gesundheit leicht zu gestalten wäre.

Zwtl.: Zusätzliche Mittel für nachhaltige Landwirtschaft nötig

"Wir brauchen mehr Gelder für nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung", stellt die SPÖ-Abgeordnete klar. So könne die gesamte Weltbevölkerung ohne Einsatz von Gentechnik, ohne schädliche Monokulturen und ohne Pestizide ernährt werden. Kritik kam von Bayr auch an den Spekulationen an Nahrungsmittelbörsen, die die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe getrieben hätten, am Vorenthalten landwirtschaftlicher Nutzfläche - das so genannte "land grabbing" - und an den Subventionen von Agrarprodukten. "Wir könnten diese Probleme mit dem notwendigen politischen Willen - auch von Seiten Österreichs - in den Griff kriegen", ruft Bayr zu mehr Engagement auf. (Schluss) as


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OTS331    2009-11-19/17:07