Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS247 5 II 0323 SPK0004                                  24.Nov 09

Bayr zum Int. Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November: Plattform

"stopFGM" setzt sich gegen Gewalt an Frauen ein =

   Wien (OTS/SK) - Nationalratsabgeordnete Petra Bayr hat 2003 die "Österreichische Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung - stopFGM" initiiert, um in Österreich die politische Arbeit gegen diese spezifische Form der Gewalt an Frauen voranzubringen. "Die Plattform stopFGM ist als Netzwerk konzipiert, welches gezielte Initiativen zu Aufklärung und Information in Österreich setzt", wie Bayr erläutert, "denn neben Beratung für Opfer dieser Verstümmelung ist vor allem die Prävention von entscheidender Bedeutung!" ****

Die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genitale Mutilation - FGM) wird vornehmlich in vielen Staaten Afrikas und Asiens praktiziert, ist aber durch Migration weltweit verbreitet. In Österreich sind nach Schätzungen etwa 8.000 Mädchen und Frauen davon betroffen. "Wir wissen aus Befragungen, dass hier lebende MigrantInnen mit ihren Töchtern auf Heimaturlaub fahren, um sie dieser schweren Körperverletzung auszusetzen", so Bayr, "deshalb ist es besonders wichtig, durch Aufklärung und Information diesen Akt der – in Österreich selbstverständlich auch dann verbotenen, wenn sie im Ausland durchgeführt wird - Verstümmelung an den weiblichen Genitalien zu verhindern!"

Aus diesem Grund hat die Plattform stopFGM einen Folder in fünf Sprachen produziert, der sich direkt an Eltern richtet, die eventuell überlegen, ihre Tochter verstümmeln zu lassen. "Wir klären darüber auf, was für gesundheitliche Schäden FGM verursacht - sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht", erklärt Bayr, "wir machen klar, dass FGM entgegen eines weit verbreiteten Irrtums keine religiöse Begründung hat und dass die Rechtssituation in Österreich eindeutig ist: schwere Körperverletzung ist bei uns verboten und wird mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft!" Derzeit wird der Eltern-Folder vom Gesundheitsministerium an niedergelassene ÄrztInnen zur Auflage in ihren Praxen österreichweit versandt.

"Gewalt gegen Frauen hat viele verschiedene Ausprägungen", so Bayr abschließend, "wir müssen gegen jede von ihnen entschieden vorgehen und gemeinsam für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben aller Frauen eintreten!" (Schluss) up/mp

Infos unter www.stopFGM.net


Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
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OTS247    2009-11-24/13:11