Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

21.01.2009 / 18:36 / OTS0302 5 II 0378 SPK0022 WI Mi, 

Bayr: Investitionen in nachhaltige Energie-Erzeugung sind gute Zukunftsinvestitionen

Utl.: Stärkung erneuerbarer Energie erlaubt auch kohärentere Anti-Atom-Politik - "Irrweg" Agrotreibstoffe und Carbon Capture and Storage

Wien (SK) - Zum Thema Energiepolitik betonte SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr am Mittwoch im Nationalrat, dass "Investitionen in nachhaltige Energie-Erzeugung gute Investitionen in die Zukunft sind". Die Steigerung des Anteils an erneuerbarer Energie sei auch deshalb so wichtig, weil dadurch eine kohärente und glaubwürdige Anti-Atom-Politik möglich ist, "weil wir dann nicht mehr gezwungen sind, Atomstrom aus dem EU-Ausland zu importieren". Kritik gab es von Bayr am "Irrweg" des "Carbon Capture and Storage" (nicht nachhaltige Maßnahmen zur Trennung und Speicherung von Kohlendioxid) und nicht nachhaltig produzierten Agrotreibstoffen, die zu Verteuerung von Lebensmitteln führten und zudem eine "furchtbar schlechte Ökobilanz" aufwiesen. Eine Alternative sieht die SPÖ-Umweltsprecherin in der verstärkten Nutzung der Sonnen-Energie, sie sehe hierin eine "intelligente und sinnbringende Möglichkeit", so Bayr, die sich auch für eine breite BürgerInnen-Allianz gegen den Ausbau des Atomkraftwerks Mochovce aussprach. ****

   Bayr stellte zudem klar, dass Atomenergie "bei weitem nicht sicher, keineswegs klimaneutral, ausgesprochen teuer und keineswegs nachhaltig ist". Bezüglich EURATOM-Vertrag plädierte Bayr dafür, den Vertrag dahingehend zu novellieren, das vorhandene Geld und das Know-how "in Sicherheit, Abwrackung und Umrüstung auf moderne Technologien" zu stecken, statt das Geld weiter für die Bevorzugung von Atomstrom zu verwenden. Mit Blick auf die "plakative Forderung nach einem Vertragsausstieg" verdeutlichte Bayr, dass Österreich diesfalls zwar weiterhin zahlen müsse, sich aber seiner Mitbestimmungsrechte begebe.

   Zum Thema Agrotreibstoffe wies Bayr auf weitere Nachteile hin - z.B. die Reduktion der Artenvielfalt, die Verwendung von Gentechnik oder auch den großen Co2-Ausstoß. Daher sei es hier deutlich sinnvoller, die Forschung in Richtung zweite und dritte Generation (Verspritung von Abfällen) voranzutreiben. Grundsätzlich brauche es einen Paradigmenwechsel in der Mobilität - weg vom Otto-Motor hin zu neuen Motoren und Antriebstechnologien. Die bestehende freiwillige Selbstverpflichtung der Automobilindustrie in Richtung verstärkter Bemühungen in diesem Bereich wertete Bayr als "viel zu wenig", denn: "Wir brauchen da einen österreichischen und europäischen strengen legistischen Rahmen, um die Automobilkonzerne und die Forschung dazu zu zwingen, das, was schon lange in der Schublade liegt, endlich umzusetzen". Generell gebe es in der Energiepolitik noch viel zu tun, schließlich stehe man hier vor großen Herausforderungen, so Bayr abschließend. (Schluss) mb

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OTS0302    2009-01-21/18:36