Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS311 5 II 0353 SPK0018                                  11.Dez 09

Bayr: "Jetzt Geld für den Klimaschutz in die Hand nehmen anstatt später teuer bezahlen"

Utl.: Thermische Sanierung, Umweltförderung, Abfallwirtschaft – Österreich kann etwas tun =

   Wien (OTS/SK) - "In Österreich gibt es eine große Vielfalt an Möglichkeiten, Klimaschutz zu betreiben", ist SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung Petra Bayr überzeugt. "Es ist wichtig, dass wir jetzt Geld für den Klimaschutz in die Hand nehmen, anstatt später für den Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels teuer zu bezahlen", so Bayr. So schlägt sie etwa ein neues Fördermodell für die thermische Sanierung vor, das besonders den Ärmsten zugute kommen soll. "Gerade die Ärmsten sitzen in den Wohnungen mit alten Kohleheizungen, dünnen Wänden und undichten Fenstern", so Bayr. Zudem rief sie zur Abarbeitung der zahlreichen Anträge im Bereich betrieblicher Umweltförderung auf, zu gesetzlichen Mehrwegquoten im kommenden Abfallwirtschaftsgesetz und zu Verbesserungen beim Emissionsschutzgesetz. ****

    "Ein neues Fördersystem in der thermischen Sanierung, nicht nur für Ein- und Zweifamilienhäuser, in Form eines Kreditmodells würde es nicht nur erlauben, die Betriebskosten ärmerer Familien zu senken und deren Lebensqualität beträchtlich zu steigern, sondern würde auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zu einer bedeutenden Senkung von Treibhausgasen führen", präsentierte Bayr das zusammen mit SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter entwickelte Modell.

    Bayr rief Umweltminister Berlakovich dazu auf, möglichst schnell Stellung zu den Vorwürfen an Österreich am Kopenhagener Klima-Gipfel betreffend Kontrolle der Waldbewirtschaftung zu beziehen. Auch das Bundesklimaschutzgesetz müsse endlich umgesetzt werden, denn "es liegt eine Strategie mit einem Maßnahmenpaket mit klaren Zuständigkeiten vor". Der Geist des Klimaschutzgesetzes müsse es sein, Verantwortung zu übernehmen anstatt sie zu delegieren.

Zwtl.: 120 Millionen Euro für Entwicklungsländer - Ausbau der Schiene "größtes Klimaschutzprojekt Österreichs"

    Bayr begrüßte zudem, dass Bundeskanzler Werner Faymann im Rahmen des EU-Gipfels einen Beitrag Österreichs von 120 Millionen Euro für den Klimaschutz in Entwicklungsländern zugesagt habe und dies zusätzlich zur Entwicklungsfinanzierung. Die SPÖ-Umweltsprecherin verwies abschließend auch auf die "größte Klimaschutzmaßnahme Österreichs" von Verkehrsministerin Doris Bures, nämlich die Investitionen im Ausmaß von 14 Milliarden Euro für den Ausbau der Schiene. "Das ist eine Klimapolitik, die über die Legislaturperiode hinausdenkt - genau das brauchen wir", so Bayr. (Schluss) as


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OTS311    2009-12-11/18:21