Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS329 5 II 0545 DSW0001                                  07.Okt 09

Heinisch-Hosek, Brauner: Offenlegung der Gehälter für mehr Gleichberechtigung!

Utl.: Die Frauenministerin besuchte mit Wiener Politikerinnen Betriebe in Wien =

   Wien (SPW) - "Seit 30 Jahren gibt es in Österreich ein Gesetz, dass Frauen für gleiche Arbeit gleich viel Geld verdienen sollen. Trotzdem arbeiten sie bereits ab 27. September sozusagen gratis, da sie im Schnitt um ein Viertel weniger als Männer verdienen! Um auf diesen Misstand aufmerksam zu machen, toure ich durch ganz Österreich - denn wir müssen jetzt handeln!", betonte heute Mittwoch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die im Rahmen ihrer Österreich-Tour unter dem Motto "Warum nicht gleich - Lohngerechtigkeit" die Bundeshauptstadt besuchte. Gemeinsam mit der Vorsitzenden der Wiener SPÖ Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, der Nationalratsabgeordneten Petra Bayr, der SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz sowie der Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Krotsch und vielen anderen Politikerinnen nahm sie an einer großen Verteilaktion am Schwedenplatz teil. Anschließend standen Betriebsbesuche in ganz Wien auf dem Programm.****

Fest stehe, dass Frauen vor Gericht ihre Benachteiligung nicht beweisen können. Umso dringender sei es, so die Frauenministerin, jetzt gemeinsam mit Sozialminister Hundstorfer eine Gesetzesnovelle umzusetzen: Unternehmen mit mehr als 25 MitarbeiterInnen sollen per Gesetz Gehälter betriebsintern offen legen. "Dabei geht es darum, Gehälter im Durchschnitt und anonym, nicht im Einzelnen, zu veröffentlichen!", stellte Heinisch-Hosek fest. Schließlich soll mit dieser Maßnahme Transparenz in den Betrieben hergestellt und Einkommensgerechtigkeit ermöglicht werden. Als Realisierungszeitraum
sei für die Frauenministerin Frühling 2010 durchaus realistisch.

Die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner betonte, dass in Wien in allen Bereichen der Stadt auf Gleichberechtigung gesetzt werde: "Wir wollen, dass Frauen in Unternehmen gleich viel verdienen und in höhere Positionen kommen. Daher fördern wir alle Wienerinnen durch konkrete Maßnahmen", betonte Brauner. Wien habe als einziges Bundesland mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) ein Beratungszentrum für alle WienerInnen und biete auch speziell auf Frauen zugeschnittene Hilfe an. Dafür werden pro Jahr rund 6 Millionen Euro in eigene Frauenprogramme investiert und diese Unterstützung kommt an: Denn 60 Prozent der KundInnen beim waff sind Frauen. Essentiell sei auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der in Wien durch die Einführung des Gratis-Kindergartens besonders entgegen gekommen wird: "Dadurch haben wir beste Voraussetzungen für Familien geschaffen und unterstützen alle Frauen, die arbeiten möchten!"

Nach zahlreichen Gesprächen mit PassantInnen und Interessierten ging es weiter zum Lokal "Pat's brainfood". Die Inhaberin Patricia Essl wurde vom Frauenservice des WWFF (Wiener Wirtschaftsförderungsfonds) gefördert und leitet nun ein erfolgreiches Unternehmen. "Geschlechtergerechtigkeit ist nicht nur aus politischen Überlegungen wichtig, sondern auch wirtschaftspolitisch. Denn wir können es uns nicht leisten, auf die Qualifikationen und den Fleiß von Frauen zu verzichten", betonte Brauner. Heinisch-Hosek pflichtete der Vizebürgermeisterin bei und verwies in diesem Zusammenhang auf die Kampagne der SPÖ-Frauen: "Der rege Zuspruch zeigt mir, wie wichtig es ist, Maßnahmen in diese Richtung zu setzen. Die Sensibilität für das Thema Einkommensgerechtigkeit ist gestiegen und viele Frauen sind sich dieser Thematik nun bewusster." Darum sei es jetzt an der Zeit, ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit umzusetzen, damit Frauen in Österreich "nicht mehr ab 27. September gratis arbeiten", betonte die Frauenministerin abschließend.

Mehr Informationen zur Kampagne gibt es unter www.lohngerechtigkeit.at

Rückfragehinweis:
   Pressedienst der SPÖ-Wien
   Tel.: ++43/ 01/ 53 427-222
   mailto:wien.presse(at)spoe.at
   http://www.wien.spoe.at


*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS329    2009-10-07/16:09