Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS246 5 II 0369 SPK0004                                  15.Sep 09

Bayr: ‚Plastic Planet' zeigt, dass wir umdenken müssen

Utl.: SPÖ-Umweltsprecherin fordert starke gesetzliche Vorgaben für Mehrwegflaschen =

   Wien (SK) - Anlässlich des diese Woche in den heimischen Kinos anlaufenden Dokumentarfilms "Plastic Planet", gratulierte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, dem Filmemacher Werner Boote zu seinem aufrüttelnden und sehenswerten Beitrag zum Thema Umweltverschmutzung. "Allein die stetig ansteigende Produktion von Plastikflaschen ist tatsächlich alarmierend", so Bayr, "wir brauchen endlich eine starke gesetzliche Regelung für Mehrweggebinde." ****

        Bayr erinnerte daran, dass sämtliche Bemühungen um eine gesetzliche Regelung, die dem Wegwerfwahn im Bereich Kunststoffflaschen Einhalt gebietet, bislang aufgrund "ökonomischer Notwendigkeiten" letztlich im Sand verlaufen sind. "Als mündige BürgerInnen müssen wir uns dagegen wehren, dass wir für den Profit der Konzerne einfach zugemüllt werden", empörte sich Bayr, "hier darf sich der Staat nicht auf Kosten der Umwelt und damit letztlich auf Kosten von uns allen in die Knie zwingen lassen!" Das Argument, dass die KonsumentInnen einfach lieber Einweggebinde kaufen würden, lässt Bayr nicht gelten: "Wir wissen aus allen Umfragen, dass die Österreicherinnen und Österreicher bereit sind, im privaten Bereich gegen die Klimaerwärmung aktiv zu werden. Der Griff zur Mehrwegflasche ist höchst klimafreundlich und bei den dementsprechenden Angeboten werden die KonsumentInnen auch wiederum vermehrt darauf zurückgreifen!" ist die SPÖ-Umweltsprecherin überzeugt.

        Bayr verwies auch auf das schon bei der Nationalratswahl 2008 vorgestellte Umweltwahlprogramm der SPÖ, wo "Gesetzliche Zielvorgaben anstatt freiwilliger Selbstverpflichtungen" sowie "spürbare gesetzliche Offensive, um den Anteil an Mehrweggebinden signifikant zu erhöhen" in diesem Zusammenhang gefordert werden. "Immer wieder wird seitens der Wirtschaftstreibenden auf die freiwillige Selbstbeschränkung, die ‚vernünftig' sei, verwiesen", bemerkte Bayr, "ganz offensichtlich funktioniert das aber nicht, denn der Anteil an Mehrwegflaschen sinkt permanent - laut Schätzungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace zuletzt auf 24%. Daher braucht es gesetzliche Rahmenbedingungen, damit die KonsumentInnen wieder auswählen und sich für die Alternative, Mehrwegflasche, entscheiden können!"

        Die anstehende Novelle zum Abfallwirtschaftsgesetz bietet aus Sicht der sozialdemokratischen Abgeordneten eine hervorragende Möglichkeit, gesetzliche Rahmenbedingungen gegen das Aussterben der Mehrwegflasche zu beschließen. "Ein plastic planet bietet den Menschen auf unserer Erde keine lebenswürdige Zukunft. Das nachhaltige Umgehen mit Ressourcen und die Vermeidung von unnötigem Abfall muss in unserer Umweltpolitik oberste Priorität haben", so Bayr abschließend. (Schluss)


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OTS246    2009-09-15/14:00