Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS190 5 II 0298 SPK0004 AI                               14.Okt 09

Recht auf Nahrung endlich durchsetzen

Utl.: SP-Bayr: Rahmenbedingungen zur Ernährungssouveränität armer Länder       schaffen =

   Wien (OTS/SK) - Anlässlich der beiden internationalen Tage der Frauen in ländlichen Gebieten (15.10.) und des Welternährungstages (16.10.), erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, daran, dass weltweit vor allem Frauen für die Nahrungsmittelproduktion sorgen. "Es sind überwiegend die Frauen in den ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer, die ihre Felder bestellen und ihre Familien damit ernähren", so Bayr, "und das meist ohne zureichende Rechte, denn sie besitzen das Land nicht und sind auch nicht erbberechtigt, aufgrund patriarchaler Strukturen, die sie gesellschaftlich benachteiligen." ****

 Angesichts der sich vergrößernden Weltbevölkerung sei es außerdem dringend erforderlich, die Nahrungsmittelproduktion zu steigern. "ExpertInnen bestätigen auch, dass dies ganz ohne Einsatz von Gentechnik möglich ist", so Bayr und weiter: "Investitionen im ländlichen Raum zur Steigerung der Produktion von Lebensmitteln und in die Infrastruktur, um die Produkte auch zu den Menschen bringen zu können, sind die eine Seite der Medaille, an der wir arbeiten müssen, um allen Menschen den Zugang zu ausreichender und gesunder Nahrung bieten zu können. Die zweite Seite ist eine Landwirtschaftspolitik der hochindustrialisierten Länder, die endlich aufhört, mit hohen Subventionen ihrer eigenen Produkte die Märkte in den armen Ländern mit konkurrenzlosen importierten Billigangeboten zu ruinieren und so jenen kleinen Bäuerinnen und Bauern, die die Ernährungssouveränität ihrer Länder weiter bringen könnte, so jede Chance auf den lokalen Märkten zu nehmen."

 Überdies unterstützt Bayr die Forderungen der Menschenrechtsorganisation FIAN (Foodfirst Information Action Network), die sich für die Durchsetzung des Rechts auf Nahrung einsetzt. Diese fordert, um privatwirtschaftliche Akteure und Regierungen in die Pflicht zu nehmen, die Einklagbarkeit von Verletzungen wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte auf internatonaler Ebene, wozu auch das Recht auf Nahrung gehört. (Schluss) mw/mp


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OTS190    2009-10-14/13:31