Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS229 5 II 0288 SPK0003                                  15.Jun 09

Bayr zum Tag des afrikanischen Kindes: "FGM traumatisiert Mädchen"

Utl.: Weibliche Genitalverstümmelung kein rein afrikanisches oder islamisches Problem =

   Wien (SK) - Zum Tag des afrikanischen Kindes, der international am 16. Juni begangen wird, erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung an das noch immer bestehende Problem der weiblichen Genitalverstümmelung, das in 28 Staaten Afrikas zum lebenslangen Trauma für Mädchen und Frauen wird. Unter FGM (Female Genitale Mutilation) versteht man den grausamen Ritus des Verstümmelns weiblicher Genitalien, wie er weltweit jährlich an ca. zwei Millionen Mädchen und jungen Frauen begangen wird, sei es unter dem Vorwand von Initiation oder Religion. Betroffen sind vermutlich über 150 Millionen Mädchen und Frauen auf fast allen Kontinenten. "Es gibt zwar unbestreitbar Fortschritte im Kampf gegen FGM", berichtetBayr, "aber Aufklärung und Information dürfen nicht nachlassen, damit FGM für immer beseitigt werden kann." ****

   Bayr ist auch Mitbegründerin der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung - stopFGM", die seit 2006 Informationen zum Thema vermittelt - sei es durch Broschüren, Veranstaltungen oder auch einer Studie unter ÄrztInnen und Hebammen, um den Bedarf an Weiterbildung im medizinischen Bereich zu eruieren und zu veranlassen. "FGM ist aber weder ein afrikanisches Problem noch eines des Islam, wie oft fälschlich behauptet wird", betont Bayr.

   "Afrika ist in vielen Bereichen fortschrittlich im Kampf gegen FGM, wohingegen in manchen asiatischen Ländern vermutlich bis zu 90% der weiblichen Bevölkerung verstümmelt leben. Dort herrscht noch immer Tabuisierung und deshalb sind kaum Daten und Fakten bekannt, was die Aufklärung entsprechend erschwert. Hier gilt es, in den kommenden Jahren die Arbeit asiatischer Frauenorganisationen zu unterstützen!"

Mehr Informationen zum Thema sowie die Möglichkeit, eine Unterstützungserklärung abzugeben, gibt es im Internet unter: www.stopFGM.net.(Schluss) mx/sv


Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
   Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


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OTS229    2009-06-15/14:28