Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Titel: Weltwüstentag – Klimaschutz ist ein Must

Utl.: SP-Bayr appelliert für ein rasches Post-Kyoto-Abkommen

Anlässlich des Weltwüstentags am 17. Juni erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, an die Notwendigkeit eines Nachfolgeabkommens für das auslaufende Kyoto-Abkommen, das im Dezember bei der in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimakonferenz unterzeichnet werden soll. „Die fortschreitende Wüstenbildung hängt auch stark mit dem Klimawandel zusammen“, so Bayr, „und ist durch die Vernichtung von wichtigem Anbaugebiet für Nahrungs- und Futtermittel mitverantwortlich für Hunger und Armut!“

Was die Unterzeichnung des Post-Kyoto-Abkommens betrifft, ermahnt Bayr die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu mehr Entgegenkommen: „Die Vorverhandlungen laufen noch zäh und sind bislang noch nicht zu einem wirklich zufriedenstellenden Ergebnis gekommen“, so Bayr, „wir brauchen aber eine baldige Einigung, damit die Unterzeichnung im Dezember realisiert werden kann!“

Bayr hat heute auch im Rahmen einer Aktion der europäischen  ParlamentarierInnenorganisation „Globe Europe“, in der Bayr aktiv mitwirkt, einen Appell an alle EU-Regierungschefs unterschrieben, der betont, dass die Unterstützung von Entwicklungsländern in Fragen des Klimaschutzes kein Almosen ist, sondern im ureigensten Interesse aller Regierungen, Länder und vor allem Menschen liegt.

Bayr verweist auf die Schwierigkeiten von Entwicklungs- und Schwellenländern, die erforderlichen Mengen an Treibhausgasen zu reduzieren. „Hier gilt es, seitens der EU gesprächsbereit zu bleiben und die Anforderungen nicht hoch zu schrauben“, betont die Umweltsprecherin, „denn die jetzt reichen Industrieländer haben sich seinerzeit auf Kosten der restlichen Welt ihren Wohlstand erwirtschaftet und keinerlei Rücksicht auf Treibhausgasemissionen nehmen müssen – wir müssen den jetzt ärmeren Ländern wenigstens eine Chance auf ein bisschen Wohlstand einräumen!“

„Wir dürfen nicht vergessen, dass einander auszuspielen in Sachen Klimaschutz absolut kontraproduktiv ist“, erinnert Bayr abschließend, „denn das Problem des Klimawandels können wir nur gemeinsam und global bewältigen – deshalb sollten wir keine Zeit verlieren und rasch ein Kyoto-Nachfolgeabkommen realisieren!“