Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS283 5 II 0330 SPK0005                                  15.Jun 10

Bayr erachtet Bildung als wichtigen Schlüssel zu Entwicklung

Utl.: Tag des afrikanischen Kindes am 16. Juni =

Wien (OTS/SK) - "Bildung ist die Basis für Entwicklung und bringt mehr Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben", erklärt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung anlässlich des am 16. Juni international begangenen Tags des afrikanischen Kindes, "die meisten Probleme für Kinder am afrikanischen Kontinent sind freilich existenzieller, aber sie können besser mit einer breiteren Grundbildung bewältigt werden!" ****

"HIV/Aids beispielsweise, das sich besonders im Afrika südlich der  Sahara pandemisch ausbreitet, kann dies teilweise schlicht aufgrund des mangelnden Bewusstseins über den Zusammenhang von ungeschütztem Geschlechtsverkehr und einer Infektion", erläutert Bayr. Auch die Bekämpfung der Armut sei grundlegend mit den Qualifikationen einer Schulbildung verknüpft.

Besonders betroffen vom Bildungsdefizit sind Mädchen und Frauen. Sie sind noch härter betroffen, da für sie der Zugang zu einer Schulbildung in Entwicklungsländern generell besonders eingeschränkt sei. "Die Grundschulausbildung für alle Mädchen und Buben in den Entwicklungsländern zu ermöglichen ist ein großes Vorhaben", weiß die SPÖ-Entwicklungssprecherin, "dessen Verwirklichung allerdings nachhaltig positive Wirkung zeigen würde, da der Zugang zu Information, gut entlohnter Arbeit, Gesundheitsvorsorge und Demokratieteilhabe für AnalphabetInnen deutlich vermindert ist und damit die Spirale der Armut weiter nach unten dreht."

Österreich müsse angesichts des dringenden Bedarfs an Unterstützung für eine ausreichende Schulbildung seine aktuelle Einsparpolitik an Entwicklungsgeldern jedenfalls revidieren, so Bayr. "Der neue AidWatch Report zeigt deutlich, dass Österreich im Gegensatz zu anderen EU-Ländern viel zu wenig für Entwicklungspolitik budgetiert", betont die SPÖ-Entwicklungssprecherin, "die Reduktion der öffentlichen Entwicklungsgelder um 32 Prozent von 2008 auf 2009 ist tatsächlich beschämend - im kommenden Budget muss eine Trendwende erreicht werden, um unseren international eingegangenen Verpflichtungen nachkommen zu können!"

Österreich hatte sich verpflichtet, 2010 0,51 Prozent des BNE (Bruttonationaleinkommen) für öffentliche Entwicklungspolitik (ODA, Official Development Assistance) zu leisten. "Das wir dieses Ziel sehr deutlich verfehlen werden, ist leider ein offenes Geheimnis", so Bayr abschließend, "um so dringlicher ist eine sofortige Aufstockung der österreichischen ODA!" (Schluss) sm/mp

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OTS283    2010-06-15/14:41