Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS065 5 II 0319 SPK0001                                  08.Feb 10

Bayr: Mailverkehr legt Verdacht auf Genitalverstümmelung in Sopron nahe

Utl.: Ungarische Staatsanwaltschaft hat bei schwerer Körperverletzung tätig zu werden =

   Wien (OTS/SK) - Als erdrückenden Beweis für das Angebot einer weiblicher Genitalverstümmelung erachtet Petra Bayr, Sprecherin der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung und entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, den Mailverkehr zwischen der profil-Journalistin Elfriede Hammerl und dem Beautycenter in Sopron: "Der Mailverkehr zwischen der recherchierenden Journalistin und dem Beautycenter, der im heutigen profil auszugsweise abgedruckt ist, wirft eindeutig die Frage auf, welcher andere chirurgische, nicht medizinisch gebotene Intimeingriff bei einer Minderjährigen gemeint sein kann, wenn nicht FGM (Female Genital Mutilation). Aus meiner Sicht ist jeder nicht-medizinisch begründete Eingriff im Genitalbereich, der dazu angetan ist, Mädchen und minderjährige junge Frauen durch "Korrekturen an der Klitoris" in der Wahrnehmung ihrer Sexualität zu beeinträchtigen, eine schwere Körperverletzung. Bei einer solchen ist eine Anzeige nicht vonnöten, es ist zu erwarten, dass die Staatsanwaltschaft von sich aus aktiv wird."

        "Wenn nun zusätzliche als die vorgelegten Beweise gefordert werden ist dies stark hinterfragenswürdig. Es wird doch wohl niemand erwarten, dass es erst 'herzeigbare Opfer' geben muss, bevor die Justiz in diesem Fall tätig wird", ist Bayr empört und schließt auch die gemutmaßten Übersetzungsfehler als Quelle des Irrtums aus. "Die gesamte Mailkonversation zwischen der Schönheitsklinik und der Journalistin wurde auf Deutsch geführt. Es war immer klar, wovon die Rede war." Eben diese Email-Konversation legt die Vermutung nahe, dass es sich um FGM handelt.

        Als bedauerlich bezeichnet Bayr, dass es seit über einer Woche keinerlei Reaktion seitens der ungarischen Botschaft auf ihr Schreiben vom 30. Jänner gibt. "Wo und wie immer es möglich ist, zukünftig Frauen diese Menschenrechtsverletzung zu ersparen, sollte es gemeinsame konstruktive Aktivitäten geben. Und solange der Verdacht nicht vollständig ausgeräumt ist, dass die Soproner Klinik weibliche Genitalverstümmelung durchführt, halte ich Schweigen für unangebracht", so Bayr abschließend. (Schluss) as/mp


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OTS065    2010-02-08/10:27