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OTS033 5 II 0217 SPK0002 AI                 17.Nov 10

EU-Agrarsubventionen - Bayr(2): Förderungen auf entwicklungspolitische Folgen prüfen

Utl.: Leistbare Qualität für alle, statt Massenproduktion für den Export =

Wien (OTS/SK) - Bei der Vergabe von EU-Agrarsubventionen soll künftig auch auf deren entwicklungspolitische Folgen geachtet werden. Das forderte SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Derzeit überflutet die EU die Märkte der Entwicklungsländer mit hoch subventionierten und daher billigen Produkten", so Bayr. Dadurch werden ansässiger Produzenten um ihre Existenzgrundlage gebracht. Als Gegenkonzept nennt Bayr die Förderung biologischer Landwirtschaft in Europa. ****

Anstatt Massenprodukte für den Export in Entwicklungsländer zu fördern, soll biologische Landwirtschaft verstärkt unterstützt werden, fordert Bayr. "Durch neue Förderungen können hochqualitative Produkte aus biologischem Anbau für alle leistbar gemacht werden", so Bayr. Weiters würde so die Lebensgrundlage von Landwirten in Entwicklungsländern gesichert, da die Konkurrenz durch europäische Produkte wegfällt.

Die Agrar-Förderpolitik der EU widerspricht derzeit der Entwicklungspolitik. "Eine drastische Reduzierung der Agrar-Exportförderungen brächte bessere Entwicklungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft des Südens und würde verhindern, dass bestehende Förderungen der EU sich konterkarieren und damit Geld unsinnig vergeben wird", so Bayr.

Die EU gibt für die Kategorie Außenbeziehungen, in der auch Förderungen für Entwicklungszusammenarbeit beinhaltet sind, im Zeitraum von 2007 bis 2013 49,5 Mrd. Euro aus. Das entspricht 5,7 Prozent des Gesamtbudgets. (Schluss) sa/mo

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OTS033    2010-11-17/09:01