Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS118 5 II 0312 SPK0001              02.Nov 10

Bayr zu Kimberley-Prozess: Initiative gegen Handel mit Blutdiamanten wichtiger Beitrag für kohärente Politik

Utl.: Mit informierten Kaufentscheidungen Menschenrechtsverletzungen stoppen =

Wien (OTS/SK) - Zu Beginn der Tagung des sogenannten Kimberley-Prozesses, der zur Zeit in Israel stattfindet, teilte der israelische Handelsminister mit, dass die Bemühungen fruchten und der Anteil an Blutdiamanten derzeit nur mehr ein Prozent des Handels mit Rohdiamanten betrage. Die Initiative will den Handel mit Blutdiamanten, mit dem Kriege in Afrika finanziert werden, unterbinden. "Die offensichtlich wirkungsvolle Initiative des Kimberley-Prozesses ist ein wertvoller Beitrag zu einer kohärenten Entwicklungs-, Außen- und Wirtschaftspolitik", begrüßt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, die positiven Ergebnisse. "In diesem Punkt zeigt auch die Europäische Gemeinschaft als Mitglied der Initiative entsprechende Verantwortung", betont Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Unterbindung des Handels mit Rohdiamanten aus Konfliktgebieten, wie dies im Kimberley-Prozess geschieht, sei unbedingt weiter zu unterstützen und auszubauen, so die SPÖ-Bereichssprecherin weiter. "Sowohl die mit dem illegalen Diamantenhandel einhergehenden Menschenrechtsverletzungen als auch die damit finanzierten Waffenkäufe sind Grund, den politischen Druck der internationalen Staatengemeinschaft weiter zu verstärken und damit dem Leid der Menschen in den betroffenen Gebieten ein Ende zu bereiten", so Bayr.

Nötig ist nach Ansicht Bayrs nach wie vor, das Bewusstsein für "saubere Diamanten" bei Konsumenten und Händlern zu wecken. Oft sind die Verkäuferinnen und Verkäufer auch in fachlich angesehenen Geschäften nicht über den Kimberley-Prozess informiert und können keine Fragen zur Herkunft ihrer Steine beantworten. "Ebenso wichtig wie der Prozess auf internationaler Ebene an sich ist es, dass sich das Wissen über das Menschenrechte verletzende Potential von Diamanten und anderen Schmuckedelsteinen bis zu den Käufern durchspricht", so Bayr, die weiters erklärt: "Nur mit mündigen und informierten Konsumenten wird es gelingen, die Geldhähne für illegale Waffenkäufe zuzudrehen und die nicht hinzunehmende Sklavenarbeit, mit der die Blutdiamanten in Zusammenhang gebracht wird, endgültig zu stoppen." (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
 Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS118    2010-11-02/11:53