Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS019 5 II 0369 SPK0001                                  18.Sep 10

Bayr zu MDG-Gipfel der Vereinten Nationen: Zugesagte Gelder müssen fließen!

Utl.: Ziel der Eindämmung der Müttersterblichkeit muss umgesetzt werden =

Wien (OTS/SK) - Der unmittelbar vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen angesetzte UN-Gipfel zu den Millenniumszielen und deren zehnjährigem Bestehen (MDG+10) wird vielerorts mit Spannung erwartet, da essentielle Weichenstellungen für die Erreichung der Ziele bis 2015 bei diesem Treffen gesetzt werden sollen. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, fordere dazu am Samstag eine über Bekenntnisse hinausgehende Steigerung der bislang gesetzten Bemühungen und finanziellen Beiträge. ****

"Es ist offensichtlich, dass zur Erreichung der Millenniumsziele die dafür notwendigen und bereits zugesagten finanziellen Mittel von den Mitgliedsstaaten nun endlich zur Verfügung gestellt werden müssen", so Bayr, "die bislang aufgewandten Mittel bleiben nämlich hinter den im Jahr 2000 zugesagten Leistungen zurück und reichen bei weitem nicht aus, um die Eindämmung von Armut und Hunger und den anderen Zielen zu verwirklichen."

Das Millenniumsziel Nr. 5, welches die Herabsenkung der Müttersterblichkeit um drei Viertel vorsieht, ist das bisher am wenigsten umgesetzte Ziel. "Besonders bedauerlich", gibt Bayr zu bedenken, "ist es doch gleichzeitig jenes Ziel, dessen Lösungsansätze die wenigste Komplexität aufweisen und zudem im Vergleich mit den anderen Zielen relativ kostengünstig ist." Das Leben der Frauen zu retten, die ohne medizinischen Beistand während der Schwangerschaft oder Geburt ihres Kindes sterben, sei grundsätzlich am 'einfachsten' zu realisieren.

Bayr ist überzeugt, dass die internationale Staatengemeinschaft nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die moralische Verpflichtung hat, die Erreichung der UN-Millenniumsziele bis 2015 zu bewerkstelligen. "Österreich muss als eines der reichsten Länder dieser Erde ebenso seinen Beitrag leisten und zumindest den bereits für 2010 zugesagten Anteil von 0,51 Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE) zahlen", fordert Bayr im Vorfeld der Budgetverhandlungen von Finanz- und Außenminister. "Die Ausrede eines etwaigen Unverständnisses seitens der österreichischen Bevölkerung ist spätestens seit den Ergebnissen der letzten Eurobarometer-Umfrage vom Juni dieses Jahres hinfällig. Da sprachen sich nämlich nicht nur 50 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher für die Einhaltung unserer finanziellen Entwicklungshilfe-Zusagen aus, 21 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind darüber hinaus sogar für eine Erhöhung unserer zugesagten Beiträge - was in bestem Einklang mit Österreichs Zusage steht, bis 2015 unsere Entwicklungsgelder auf 0,7 Prozent des BNE aufzustocken!" (Schluss) tg/mp

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OTS019    2010-09-18/08:25