Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS239 5 II 0271 SPK0006                                  16.Apr 10

Bayr zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstands: Stopp dem Land Grabbing

Utl.: Obszöne Praktik des modernen Kolonialismus beraubt Kleinbauern ihrer Lebensgrundlage =

   Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Tages des kleinbäuerlichen Widerstands fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, die international immer gebräuchlicher werdende Politik des sogenannten Land Grabbings sofort zu beenden. "Es ist notwendig, dass Entwicklungszusammenarbeit der Frage der ländlichen Entwicklung vermehrt Aufmerksamkeit widmet. Sie ist unabdingbare Grundlage zur Ernährungssouveränität für die Menschen in den ärmsten Ländern des Südens. Gleichzeitig müssen die notwendigen politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um illegitimen Landraub, sowohl durch Finanzspekulanten als auch durch Staaten, zu unterbinden", betonte Bayr. ****

Land Grabbing sei, so Bayr, ein relativ neuer, besorgniserregender Trend: Reiche Staaten und internationale Konzerne erwerben riesige Flächen fruchtbaren Landes in Entwicklungsländern, vor allem in Afrika, um dort Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export anzubauen. "Dies ist eine neue Form des Kolonialismus, der unbedingt verhindert werden muss. Denn an erster Stelle muss die arme lokale Landbevölkerung von Investitionen in ländliche Gebiete profitieren. Wir müssen einen globalen rechtlichen Rahmen schaffen, der verhindert, dass Menschen in Entwicklungsländern mit undurchsichtigen Verträgen buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen werden kann", fordert die Entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ.

Voraussetzungen für nachhaltige ländliche Investitionen sind, dass lokale Gemeinschaften in die Verhandlungen über Landtransaktionen miteinbezogen werden, ihre Landrechte gestärkt und respektiert werden. Bayr skizziert dazu weitere Eckpunkte: "Ernährungssicherheit der eigenen Bevölkerung muss für jede Regierung bei Transaktionen mit Land oberste Priorität haben. Staatliche und private Akteurinnen und Akteure sollen nur dann in großem Stil in die Landwirtschaft investieren dürfen, wenn sie ökologische, soziale und menschenrechtliche Standards respektieren." (Schluss) rb/mp

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OTS239    2010-04-16/14:03