APA0063 CI, AI, WI 02.10.2010 10:23:54
Einen Appell an die Industrienationen als auch an die Entwicklungs- und Schwellenländer, der gemeinsamen Verantwortung für den Stopp der globalen Erderwärmung Rechnung zu tragen, richtete am Samstag SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr anlässlich der bevorstehenden UN-Klimakonferenz von 4. bis 9. Oktober bei Peking. Sie forderte, "den Abschluss eines rechtskräftigen Post-Kyoto-Abkommens nicht länger hinauszuzögern".
Die stark anwachsende Wirtschaftsleistung Chinas bedinge selbst bei hohen Energieeffizienzsteigerungen, dass der Verbrauch des Landes weiterhin ansteigen wird. Gleichzeitig könne man China eine Verbesserung seiner Wirtschaftsleistung nicht verwehren. "Immerhin will China die Treibhausgas-Emissionen, gemessen an der Wirtschaftsleistung, bis 2020 um 40 bis 45 Prozent gegenüber 2005 reduzieren", sagte Bayr. Aufgrund des steigenden Wirtschaftswachstums werde es allerdings noch immer steigende Emissionen in den nächsten 20 bis 30 Jahren verursachen. Der Pro-Kopf-Anteil an Energieverbrauch hingegen liege in China gerade einmal bei einem Drittel gegenüber dem der Industrienationen.
Die Effizienzsteigerung des Energieeinsatzes sei demnach ein globales Gebot. Die Reduktion der Treibhausgasemissionen müsse weltweit rascher als bisher geplant erreicht werden. "Das Potenzial Österreichs, seinen Beitrag für erfolgreichen Klimaschutz und ein wirksames Klimaschutzabkommen zu leisten, ist bei weitem nicht ausgeschöpft", meinte Bayr, die eine rasche Verabschiedung eines Energieeffizienz-Gesetzes forderte.
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