"Tiroler Tageszeitung" Nr. 68 vom 10.03.2011 Seite: 4
Ressort: Tirol 1 u 2
Innsbruck - Massive Kritik gibt es am freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Werner Königshofer. Er soll laut einer Anzeige des Wiener Anwalts Georg Zanger und des Polizisten Uwe Sailer Verbindungen zur Neonazi-Homepage „Alpen-Donau-Info" haben. Königshofer weist diese Vorwürfe entschieden zurück und will sich dagegen wehren. Rund um die neonazistische Homepage wird auch in Tirol nach Spuren gesucht. Unabhängig von Königshofer gibt es laut Uwe Sailer Verdachtsmomente, dass weitere Tiroler in dieses Netzwerk verstrickt sind.
Grüne und SPÖ forderten gestern den Rücktritt von Werner Königshofer. „Wie lange will Strache noch den Kopf in den Sand stecken?", fragt NR Karl Öllinger (Grüne). Königshofer sei schon längst rücktrittsreif. „Lückenlose Aufklärung" fordert die SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr. Sollte sich „der Verdacht bestätigen", dass er mit der Neonazi-Homepage „kooperiere, „muss Königshofer aus allen politischen Funktionen ausscheiden". (pn)