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FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer hat dem wegen seiner Äußerungen im Zusammenhang mit den Anschlägen in Norwegen in Kritik stehenden FP-Mandatar Werner Königshofer mit der "Roten Karte" gedroht. Er habe am Mittwoch mit dem Abgeordneten ein telefonisches Gespräch geführt - Königshofer habe quasi die "gelbe Karte" bekommen, sagte Hofer. Sollte es nun zu keiner Verhaltensänderung kommen, dann seien die Konsequenzen "offensichtlich", so Hofer im Ö1-"Mittagsjournal". Königshofer selbst sieht hingegen keinen Grund für eine Verhaltensänderung.<//font>
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"Die rote Karte kommt üblicherweise nach der gelben", sagte Hofer. "Wenn er so weitermachen würde wie bisher, dann glaube ich, würde das von einer großen Mehrheit unserer Funktionäre und Mitglieder nicht gutgeheißen werden, die Konsequenzen (...) sind dann offensichtlich", so der FP-Vizechef ohne diese näher zu erörtern.<//font>
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Er habe Königshofer in dem Gespräch dazu aufgefordert, "einen anderen politischen Weg zu gehen". "Ich hoffe sehr, dass es fruchten wird und hoffe, dass er vor allem auf seine falschen Facebook-Freunde achtet, wo äußerst problematische Charaktere dabei sind", sagte Hofer. In dieser Frage handle er jedenfalls "sehr eng abgestimmt" mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der sich derzeit auf Urlaub befindet.<//font>
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Zwischen Strache und Königshofer soll es nach dem Urlaub Straches auch zu einem klärenden Gespräch kommen. "Ich glaube nicht, dass das, was wir ihm sagen, ungehört verhallen wird, das wäre sehr bedenklich. Ich gehe davon aus, dass wir zu einer positiven Lösung kommen werden", sagte Hofer.<//font>
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Königshofer selbst räumte zwar ein, dass er die Aufregung "teilweise nachvollziehen" könne - "weil sie vor allem von der linken Seite kommt", wie er im Radio sagte. Dem Aufruf zur Mäßigung will er nicht folgen: "Was heißt mäßigen?", fragte er. An der Verknüpfung der Attentate mit der Fristenlösung hält er fest: "Ich stelle die humane Forderung auf, dass man über den Wert des Lebens nachdenken soll", sagte er.<//font>
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Im Übrigen gehe es gar nicht um ihn, sondern um den Erfolg der Partei: "Ich weiß ja auch, wie die Dinge laufen: Man schlägt den Königshofer und will den Strache treffen", weil man diesem die Wahlerfolge nicht gönnen wolle, so der FP-Abgeordnete. "Aber ich werde es aushalten und die Partei wird es aushalten."<//font>
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Vor dem angekündigten Gespräch mit Strache fürchtet er sich nicht: "Ich fürchte mich weder vor dem Gegner noch vor Freunden." Es werde "ein gutes Gespräch" geben und man werde sich aussprechen. "Ich bin überzeugt davon, dass Heinz Christian Strache nicht meinen Rücktritt fordern wird", sagte er. An einen Rücktritt denke er "aus heutiger Sicht" nicht.<//font>
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Genau diesen forderte unterdessen SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr. "Königshofer hat den Bogen längst überspannt", erklärte sie via Aussendung. "Wer die Gräueltaten in Norwegen mit dem Recht der Frau, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, vergleicht, hat in einem Parlament nichts verloren." Königshofer zeige keine Anzeichen, sein Verhalten ändern zu wollen, daher muss er zurücktreten, bekräftigt Bayr. "Wenn sich die FPÖ glaubhaft von Königshofer distanzieren möchte, muss er von der Partei ausgeschlossen werden", sagte Bayr. <//font>