Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS0105 II, AI 26.05.2011 11:13:37

Bayr fordert mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit

Utl.: Größere und längerfristige Pläne im Bereich der EZA erforderlich - breiteres Bewusstsein für Thema in der Bevölkerung schaffen

Petra Bayr SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung hat am Mittwochabend im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Wien ihre Forderung nach mehr Geldmitteln im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) bekräftigt. "Österreich als reiches Land hat hier große Verantwortung gegenüber Entwicklungsländern", betonte Bayr. Entwicklungspolitik sei deshalb so wichtig, "da sie Menschen in Ländern, die wirtschaftlich, sozial und klimatisch benachteiligt sind, individuelle Lebensperspektiven verschaffen kann". Deshalb müsse Österreich so schnell wie möglich die zugesagten 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für den EZA-Bereich zur Verfügung stellen. Laut Bayr soll dieses Ziel, bis spätestens 2018 umgesetzt werden, um eine gerechte und glaubwürdige Entwicklungszusammenarbeit möglich zu machen. ****

Ein weiterer wichtiger Punkt im Bereich der EZA ist die Kohärenz der einzelnen Projekte und Geldflüsse in die betroffenen Länder. Wichtig hierbei ist für Bayr: "Die Verteilungsgerechtigkeit vor Ort sowie die Stärkung von Demokratie, Empowerment von Frauen und Frieden im Land". "Es ist wichtig sich auf große und langfristige Projekte zu konzentrieren und die verfügbaren Ressourcen in eine Richtung zu bündeln", so die SPÖ-Abgeordnete. Um die "Idee der gerechten Welt" umzusetzen müssen starke Bündnispartner gefunden und mehr Bewusstsein in der Bevölkerung für dieses wichtige Thema geschaffen werden.

Im Rahmen der Veranstaltung "Gemeinsam die EZA von morgen gestalten" wurde der Frage nach einer sinnhaften Orientierung und Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit nachgegangen. Bayr dazu: "Ein weiteres wichtiges Instrument um den Entwicklungsländern zu helfen, könnte eine Entschuldung sein. Denn der Geldstrom aus dem Westen in die Entwicklungsländer ist geringer, als die Zinszahlungen der betroffenen Länder an ihre Kreditgeber." Unumgänglich für eine faire und nachhaltige Entwicklung aller Länder ist aber ein Wirtschaftssystem, das nicht nur Markt und Kapital in den Mittelpunkt rückt sondern sensibel für Menschenrechte, Schutz von natürlichen Ressourcen und eine gerechte Verteilung des Wohlstandes ist.

Weitere Diskutanten waren Gerhard Drekonja-Kornat, Entwicklungsexperte und Professor an der Uni Wien, Walter Schicho, Professor für Zeitgeschichte, Internationale Entwicklung und Afrikanistik, Petra Navara-Unterluggauer, Geschäftsführerin AG Globale Verantwortung und Klaus Steiner vom Außenministerium, Leiter des Referates Qualitätssicherung in der Sektion VII. (Schluss) mis/sa

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 www.spoe.at/online/page.php

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