Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr fordert UN-Finanzmonitoring für Hilfsgelder

Utl.: Nothilfe für Afrika darf nicht am 'grünen Tisch' stoppen

Petra Bayr, Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, begrüßt die heute in Rom von der Weltbank zugesagten 500 Mio. Dollar Hilfe für Ostafrika. Wichtig sei jedoch, dass es nicht bei Zusagen allein bleibt: "Über den grünen Tisch ist schon viel versprochen worden", sagte die Entwicklungssprecherin am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bayr fordert daher von der UNO ein umfassendes Monitoring über die versprochenen Gelder und mahnt gleichzeitig zur Eile: "Es ist lebenswichtig, dass die versprochene Hilfe rasch in den betroffenen Gebieten ankommt." ****

Weiters fordert sie - neben Nahrung, Wasser und einer funktionierenden Basisgesundheitsversorgung - psychologische Hilfe für die Frauen in den Flüchtlingscamps, die sehr oft Opfer sexueller Gewalt werden. Die Nationalratsabgeordnete betont außerdem die Wichtigkeit eines längerfristigen Commitments von Seiten der Geber: "Nothilfe ist eine Sache, wichtig ist, dass auch die landwirtschaftliche Infrastruktur verbessert wird, Bewässerungsanlagen gebaut werden und auch das Know-How für die entsprechenden Wartungsmaßnahmen vermittelt wird. Das Ziel muss sein mittel- bis langfristig, entwicklungspolitische Weichen im Kampf gegen den Klimawandel zu stellen, um u.a. Dürren vorbeugen zu können."

Gleichzeitig sollte dabei der demokratiepolitische Aspekt von Entwicklungszusammenarbeit nicht vergessen werden: "Demokratiepolitische Aufklärung gehört zum entwicklungspolitischen A und O. Ohne diese Aufklärung werden sich die Menschen nur schwer aus der Geiselhaft despotischer Machthaber befreien und sich so demokratisch und selbstbestimmt entwickeln können", sagt Bayr. (Schluss) sa/mp

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    <http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493> http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493