Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS022 5 II 0272 SPK0001 AI                               25.Jun 11


Bayr: Generika dürfen nicht wegen Gewinnmaximierung verteuert werden
Utl.: Viele Tote aufgrund Mangels an leistbaren und heilsamen "Drogen"

   Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Tages gegen
Drogenmissbrauch am 26. Juni erinnert Petra Bayr, Sprecherin für
Globale Entwicklung der SPÖ, an die Forcierung von Generika -
speziell zur Behandlung von HIV und Aids in den so genannten
Entwicklungsländern. Der englische Begriff "drugs" beinhalte auch
medizinische Drogen, sprich Medikamente, so Bayr. ****

"Die EU muss sich bei ihrem Anliegen, Patentrechte zeitlich
verlängern zu wollen, darüber im Klaren sein, dass nur mit Hilfe von
Generika ein weltweiter Kampf gegen HIV und andere Pandemien
überhaupt möglich ist. Indien produziert immer noch über 90 Prozent
der Generika, mit denen HIV-kranke Menschen in armen Ländern
behandelt werden - so gut wie alle von ihnen hätten ohne Generika
keinen Zugang zu moderner medizinischer Behandlung", so Bayr.

Es sei daher unabdingbar, die Patentrechte für verschiedene dringend
notwendige Medikamente auslaufen zu lassen und sie somit
erschwinglich zu machen: "Indien und andere Länder müssen weiterhin
die Chance haben, diese überlebensnotwendigen 'Drogen' zu produzieren
und die Menschen in den Entwicklungsländern damit zu versorgen.
Keinesfalls darf aufgrund von Gewinnmaximierung einiger
Pharmakonzerne Millionen von Menschen die mögliche medizinische
Versorgung vorenthalten werden", so Bayr.

"Sechs Millionen AIDS-Kranke haben durch Generika mittlerweile Zugang
zu moderner medizinischer Versorgung, gleichzeitig bekommen aber etwa
11 Millionen Kranke gar keine medizinische Behandlung. Gerade in den
ärmsten Ländern bedeutet das für viele Menschen das Todesurteil. Nur
mit leistbaren 'Drogen' kann hier eine Versorgung für alle in Zukunft
sicher gestellt werden", schließt die Entwicklungssprecherin mit
einem Appell an die Verantwortlichen. (Schluss) pep/sc


Rückfragehinweis:
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   Tel.: 01/53427-275
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