Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS098 5 II 0386 SPK0002             10.Feb 11

Bayr zum Tag der Kindersoldaten: Missbrauch von Kindern stoppen

Utl.: Allen Kindern die Chance auf ein Kinderleben geben! =

Wien (OTS/SK) - Die UNICEF schätzt, dass aktuell weit über 250.000 Kinder im Einsatz stehen und Burschen und Mädchen gleichermaßen betroffen sind. Anlässlich des Internationalen Tags der Kindersoldaten am 12. Februar fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung und Mitglied des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses, die Notwendigkeit, diese Problematik in der Öffentlichkeit und auf allen politischen Ebenen zu thematisieren. Die nur langsamen Fortschritte im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern müssten durch intensive Anstrengung vorangebracht werden. ****

"Der Missbrauch von Kindern als SoldatInnen ist eine der schwersten Verletzungen der Kinderrechte", so Bayr. Und weiter: "Dennoch findet dieser Missbrauch nach wie vor durch sowohl verschiedenste Rebellengruppen wie auch regulären Armeen in vielen Ländern vor allem Afrikas und Asiens statt."

"Im letzten Jahresbericht der Arbeitsgruppe zu Kindern und bewaffneten Konflikten des UN-Sicherheitsrates wurden 58 Gruppen in 13 Ländern genannt, wo Kinder zwangsrekrutiert werden. Sie werden aus ihrer wegen Armut oftmals hoffnungslosen Situation mit falschen Versprechungen gelockt", so Bayr weiter, "um dann unter Zwang, Drogen und drakonischen Strafen für Überfälle, Raub, Mord, Plünderungen und Sexsklaverei missbraucht zu werden." Erst 139 Staaten haben die Kinderrechtskonvention über das Verbot der Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten unterzeichnet und der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat erst jetzt mit den ersten Strafverfolgungen gegen solche Kinderrechtsverbrecher begonnen.

"Noch wird bei Waffenstillständen nirgends die besondere Lage der KindersoldatInnen berücksichtigt und die Kampagne "Zero under 18", also keine Rekrutierung unter 18, steht erst am Anfang", weiß Bayr von Experten-Berichten. "Als schwächster Teil der Gesellschaft haben Kinder das Recht auf Schutz und damit auf Leben und Bildung."

Als positives Signal wertet Bayr, dass Deutschland, welches nun Mitglied im UN-Sicherheitsrat geworden ist, das Thema KindersoldatInnen in diesem Gremium aufgegriffen hat. "Die internationale Staatengemeinschaft muss verstärkt darauf drängen, dass bei Friedensverhandlungen und Waffenstillständen auch das Thema KindersoldatInnen entsprechend beachtet werden. Entsprechende Verpflichtungen müssen unterschrieben und deren Umsetzung auch überwacht werden."

"Auf entwicklungspolitischer Ebene ist es von Bedeutung, die Ursachen von Konflikten wie Ausbeutung und Armut zu bekämpfen, Programme zu fördern, die Kinder aus dem Kriegsdienst herauslösen und ihnen die Chancen zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen. Denn die missbrauchten Kinder müssen die Chance auf ein normales Leben erhalten." (Schluss) mo/mp

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OTS098    2011-02-10/11:08