Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

OTS0029 II 25.09.2011 10:46:21

Bayr zum Weltverhütungstag: 215 Millionen Frauen ohne Zugang zu modernen Verhütungsmitteln

Anlässlich des Weltverhütungstages am 26. September appelliert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, eindringlich, dem Thema Familienplanung die gebührende Beachtung zu schenken. "Jeder einzelne der sieben Milliarden Menschen auf der Welt zählt, jeder hat das Recht auf bestmögliche Chancen, auf Lebensglück und erfüllte Zukunft. Die Herausforderungen der Zukunft sind allerdings weltweit leichter zu meistern, wenn das Bevölkerungswachstum nicht unbegrenzt weiter steigt. Ein Schlüssel dazu ist moderne, freiwillige Familienplanung, die Frauen die Möglichkeit gibt, über die Anzahl und den Zeitpunkt der Geburt ihrer Kinder selbst zu bestimmen", so Bayr, die erklärt: "215 Millionen Frauen weltweit würden gerne Familienplanung betreiben, haben aber keinen Zugang zu modernen Verhütungsmittel." ****

Bayr führt als positives Beispiel in Sachen Familienplanung Indonesien an, dem bevölkerungsmäßig zwar viertgrößten Land der Erde, das aber in den letzten Jahren mit einigen sehr erfolgreichen Kampagnen zum Thema Familienplanung aufwarten konnte. "Hauptsächlich, weil mittlerweile 57 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Zugang zu modernen Verhütungsmitteln haben", so die Nationalratsabgeordnete, die sich im Sommer selbst vor Ort ein Bild machen konnte.

Aktuellen Hochrechnungen zufolge leben weltweit 1,4 Milliarden Menschen von unter der internationalen Armutsgrenze von 1,25 USD am Tag. 2015 werden etwa 920 Millionen Menschen unter dem internationalen Armutslimit leben. Das erste der Millennium-Entwicklungsziele, die Armut zu halbieren, könnte so zwar erreicht werden, gelänge es aber, so Bayr, das Bevölkerungswachstum zu verlangsamen, so böte sich eine einmalige Chance: "Der Anteil der Menschen im arbeitsfähigen Alter steigt gegenüber der Anzahl von Kindern und Alten, die versorgt werden müssen. So bietet sich die Gelegenheit, das Einkommen für Investitionen und die Erhöhung des Lebensstandards auszugeben. Das demografische Fenster könnte also genutzt werden, um in Bildung, Gesundheitssystem und andere öffentliche Dienstleistungen und in Daseinsvorsorge zu investieren. Das bietet eine solide Grundlage, um Entwicklungsmöglichkeiten ausschöpfen zu können", ist Bayr überzeugt. "Weniger Menschen bedeuten mehr Ressourcen für jeden Einzelnen, sei es Wasser, Ernährung, Bildung oder Energie", so die SPÖ-Entwicklungssprecherin. (Schluss) bj

Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/impressum

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***