Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zu Belo Monte Baustopp: Engagement trägt Früchte

Utl.: Andritz Beteiligung für Österreichs internationalen Ruf schädlich

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, zeigt sich erleichtert über den neuerlichen, von brasilianischen Gerichten verhängten Baustopp beim drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt. "Schon vor einem Jahr hatten die gemeinsamen Bemühungen des Alternativnobelpreisträgers Bischof Erwin Kräutler, brasilianischer und internationaler - darunter auch österreichische - Umwelt- und MenschenrechtsaktivistInnen Früchte getragen und ein vorläufiger Baustopp konnte erwirkt werden. Ich freue mich jetzt über diesen erneuten Erfolg für die indigenen Völker und hoffe nur, dass er diesmal von längerer Dauer sein wird als der Vorangegangene", kommentiert Bayr. ****

Am Donnerstag hatte, laut dem brasilianischen Online-Journal "Veja", der Verband der Züchter und Exporteure von Fisch in Altamira (Acepoat) einen teilweisen Sieg gegen das Kraftwerks-Konsortium NESA errungen, da der Bundesgerichtshof in Belém durch eine einstweilige Verfügung den unverzüglichen Baustopp des Staudamms Belo Monte verordnet hat. "Ich habe in meinen Aussendungen immer wieder darauf hingewiesen, dass in der Causa noch Verfahren anhängig sind, und freue mich nun, dass diese rechtlichen Einwände auch vor Gericht standgehalten haben!"

Die Nationalratsabgeordnete betont die wichtige Rolle der beteiligten NGOs. "Allen voran Global 2000 und Südwind haben mit ihren internationalen Solidaritätsaktionen wirklich Großartiges geleistet!" Die angesprochenen Proteste richteten sich nicht nur gegen die brasilianische Regierung, sondern auch gegen den steirischen Anlagenbauer Andritz. Andritz, der auch wegen seiner Atomgeschäften international unter Druck geraten ist, erhielt im Februar 2011 den Zuschlag in mehrstelliger Millionenhöhe für das umstrittene Monster-Kraftwerk im Amazonasgebiet.

Bayr besteht auf ihrer Forderung an Andritz, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. "Es wäre unverantwortlich und auch für Österreich und seine heimische Umweltpolitik schädlich, dieses Projekt gegen massive Umweltbedenken und den Willen der dort lebenden indigenen Bevölkerung umzusetzen und so den tausenden dort wohnenden Menschen jede Lebensgrundlage zu entziehen", so Bayr abschließend. Für das Belo Monte-Projekt sollen zwischen 20.000 und 50.000 Menschen umgesiedelt und fünf Flussläufe auf mehr als 500 Quadratkilometer Fläche überflutet werden. (Schluss) ah/mp

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***