Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Frauentag: Der Kampf um Gleichstellung ist noch lange nicht ausgefochten

Utl.: Frauen müssen auf breiter gesellschaftlicher Basis gefördert werden - Ihr Empowerment steht für die Entwicklung ganzer Regionen

Die Realität ist nicht nur erschreckend, sondern auch bitter: Die weltweite Armut hat ein weibliches Gesicht, 70 Prozent der extrem Armen sind Frauen. Das erklärt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung anlässlich des Weltfrauentages am 8. März. "Daher sind Frauen, wenig überraschend, auch in Entscheidungspositionen unterrepräsentiert", so Bayr am Sonntag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Und weiter: "Im weltweiten Durchschnitt besetzen Frauen nur 17 Prozent der Parlamentssitze. Nur sieben von 150 gewählten Staatsoberhäuptern sind Frauen und nur elf von 192 Regierungschefs sind weiblich". Bis zur echten Gleichstellung ist es also noch ein weiter Weg - überall auf der Welt, aber besonders in den Entwicklungsländern. ****

Frauen müssten daher auf breiter gesellschaftlicher Ebene gefördert werden. Auch deshalb weil ihr Empowerment entscheidend für die Gesundheit ihrer Familien und der Entwicklung ganzer Regionen ist und zu höheren Wachstumsraten führt. "Dazu gehören nicht nur die Grundschulbildung, sondern auch die Sicherstellung des Zugangs für Mädchen zu weiterführenden Schulen, Universitäten und Ausbildungen und die Aufklärung von Frauen, ihre finanzielle Unabhängigkeit sowie der gleichberechtigte Zugang zum Arbeitsmarkt", so Bayr.

Mit Kleinkrediten wird Frauen der Weg in die Selbständigkeit und somit die Existenzsicherung erleichtert. Dieses Instrument müsse weiter ausgebaut werden. Zudem müssten Frauenorganisationen anerkannt und gefördert werden, um die traditionellen, oft patriarchalisch geprägten Rollenverständnisse und gesellschaftliche Umgangsformen zu überwinden. Alle gesellschaftlichen Regelungen müssten nach dem Prinzip des Gender Mainstreaming verfasst und überprüft werden. Bayr: "Gleichberechtigung ist eine unteilbare menschenrechtliche Verpflichtung, aber nicht nur das. Sie ist für die positive Entwicklung von Gesellschaften unabdingbar, sie ist der Schlüssel zu Entwicklung." Als Beispiel führt Bayr die Lebenserwartung an: Sie steigt mit dem Bildungsniveau der Frauen. "Kein Land der Welt kann es sich leisten, dauerhaft das Potenzial der Frauen zu vernachlässigen, Entwicklung läuft nicht ohne Empowerment", so Bayr abschließend. (Schluss) sv/pl

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