Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr: Kinderrechte in EZA immer noch unterrepräsentiert

Utl.: Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Verankerung des Kinderrechtsansatzes im Dreijahresprogramm notwendig

SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, Petra Bayr, fordert anlässlich des 22-jährigen Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November eine verstärkte Verankerung des Kinderrechtsansatzes in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit(OEZA). "Kinderrechte sind eine klassische Querschnittsmaterie, umso wichtiger ist es, dass sie auch im Dreijahresprogramm der OEZA entsprechend berücksichtigt werden", sagte Bayer am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bezugnehmend auf eine Aussendung der Kindernothilfe fordert Bayr daher eine Ratifizierung Österreichs des 2011 beschlossenen 3. Fakultativprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention. "Dadurch würde erstmals eine Individualbeschwerdeprüfung ermöglicht - ein klares Bekenntnis zu den Milleniumentwicklungszielen, von denen immerhin sechs von insgesamt acht 'kindgerecht' gemeint sind. Kinder sind sozusagen die eigentlichen, heimlichen 'Stars' der Millenium Development Goals (MDGs)."

Daher fordert Bayr ein Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Verankerung des Kinderrechtsansatzes im Dreijahresprogramm als Querschnittsaufgabe in der OEZA. "Besonders Waisen, Kinder mit Behinderungen, Angehörige ethnischer Minderheiten und Kinder in entlegenen Gebieten bleiben oft auf der Strecke" auch wenn, wie die Nationalratsabgeordnete zugibt, "laut UNICEF insgesamt weniger Kinder und Jugendliche an Unterernährung leiden, als noch vor zehn Jahren". Im Bildungsbereich gelte es ebenfalls noch aufzuholen: in den OEZA-Partnerländern würden bei der Sekundärbildung zur Zeit höchstens 50 Prozent der Jugendlichen erreicht. Die Obfrau des Entwicklungspolitischen Unterausschusses kritisiert vor allem die Tatsache, dass trotz der Erfolge bei der Einschulungsquote von Mädchen weltweit immer noch zwei Drittel der Analphabeten Frauen sind. "Dieses Geschlechtergefälle hat sich seit 1990 nicht verändert. Deswegen muss Ermächtigung schon bei den Kindern ansetzen", sagte Bayr. (Schluss) up/sc

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