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Wien (APA) - SP-Umweltsprecherin Petra Bayr spricht sich bei der Förderung von Projekten zur thermischen Sanierung von Wohnbauten und Betrieben für ein alternatives Fördermodell aus. Die heute von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (beide V) vorgestellte neue Förderoffensive sei "nicht treffsicher", kritisierte Bayr am Montag in einer Aussendung.
"Wir brauchen dringend ein Fördermodell, von dem nicht nur jene profitieren, die Einzel-Hausbesitzer sind und ein Eigenkapital von mehreren tausend Euro aufbringen können - das ist absolut sozial nicht treffsicher", kritisiert Bayr. Überdies sei dies dem Klimaschutz abträglich, weil naturgemäß in den einkommensschwächeren Haushalten aufgrund mangelnder Investitionen die größten Energieverluste auftreten würden.
Als Alternative schlägt Bayr ein Modell vor, das auch Fördermöglichkeiten für einen Fernwärmeanschluss, beim gemeinnützigen Wohnbau und die Wahlmöglichkeit zwischen einem Kreditmodell oder Zuschuss beinhaltet. Das Kreditmodell wäre für ärmere Haushalte die einzige reale Möglichkeit, eine Förderung in Anspruch nehmen zu können.
Das heute vom Koalitionspartner vorgestellte Modell gehe auf diese wesentlichen Neuerungspunkte nicht ein, so Bayr, und sei bisher auch noch nicht von der dafür zuständigen Kommission für Umweltförderung im Inland genehmigt worden. (Schluss) ggr/re
APA527 2011-01-31/17:19