Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zu Ost-Afrika: Verbesserte Qualität und Nachhaltigkeit bei der EZA

Utl.: Weitere Erhöhung der Gelder absehbar

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, begrüßt die Aufstockung der österreichischen Hilfsmittel für Ost-Afrika von 850.000 auf 1,5 Millionen Euro. Von den Geberländern erwartet sie sich nun vor allem eine verbesserte Koordination bei den Hilfsleistungen vor Ort. "Ergänzende entwicklungspolitische Maßnahmen zur Katastrophenhilfe sind nun dringend gefragt, es braucht einen strukturellen Lösungsansatz, der die Hungerproblematik langfristig in den Griff bekommt. Das von den Vereinten Nationen geforderte 'Sicherheitsnetz' für Hungerperioden ist ein sinnvoller Anfang", so Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Begleitend fordert Bayr eine Modernisierung der Landwirtschaft, die jedoch nicht automatisch eine Industrialisierung bedeuten dürfe. "Wichtig ist, dass auch die landwirtschaftliche Infrastruktur verbessert wird, Bewässerungsanlagen gebaut werden und das Know-how für deren Wartung vermittelt wird. Eine moderne Landwirtschaft für Afrika schafft Nahrungsmittelsicherheit, ist selbstbestimmt und nachhaltig und schafft sowohl hochwertige Lebensmittel als auch gute Arbeitsplätze für die Bevölkerung", so die Abgeordnete, die weiter ausführt: "Darüber hinaus muss das weltweite politische Ziel sein, umwelt- und entwicklungspolitische Weichen im Kampf gegen den Klimawandel zu stellen, um immer extremer werdenden Wetterereignissen wie etwa dieser Dürre mittelfristig vorzubeugen und dort, wo der Klimawandel bereits spürbar ist, adäquate Anpassungsmethoden voranzutreiben."

Eine weitere Forderung der Abgeordneten und Vorsitzenden des entwicklungspolitischen Unterausschusses des Nationalrats betrifft das Saatgut. Es müsse regional geeignet, der Trockenheit gewachsen und auf jeden Fall gentechnikfrei sein. "Qualität und Nachhaltigkeit bei der Hilfe sind gefragt, das lernen wir aus solchen Katastrophen", so Bayr. "Sollte sich die Situation weiterhin so dramatisch entwickeln, dann wird Österreich nicht drum herumkommen, so wie viele andere Staaten, seine Hilfsleistungen weiter zu erhöhen", so die SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. (Schluss) bj

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