Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr: Vergewaltigungen in Flüchtlingscamps Einhalt gebieten

Utl.: Frauen vermehrt in Hilfsprogramme einbinden

Verstärkte Anstrengungen für den Schutz und das Überleben der elf Millionen Menschen, die gegenwärtig unter der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika leiden, fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. "Hinter den erschreckenden Zahlen stehen tausende von Schicksalen - der Kampf ums Überleben, die verzweifelte Flucht in der Hoffnung, anderswo Nahrung und Wasser zu finden. Und die grausame Antwort jener, die die Situation der Schutzlosen ausnutzen", zeigt sich Bayr zutiefst erschüttert. Besonders den Frauen und Mädchen, die Opfer von Entführungen und Vergewaltigungen in und um die Flüchtlingscamps werden, müsse daher geholfen werden, fordert Bayr. ****

"Es mehren sich die Berichte über sexuelle Übergriffe an Frauen und Mädchen, die in den Lagern vermeintlich Sicherheit gefunden haben. Aber auch am Weg in die Lager beispielsweise von Somalia nach Kenia, werden Frauen, laut UNO-Berichterstattung, häufig Opfer von Entführungen, sexueller Gewalt und Zwangsverheiratungen", so die SPÖ-Entwicklungssprecherin.

"Frauen und Mädchen vor Ort zusätzlich Schutz und Hilfe anzubieten, damit sie nicht länger der Willkür bewaffneter Männer ausgesetzt sind, ist - laut Bayr - ein Gebot der Stunde". Die Nationalratsabgeordnete verlangt daher - neben akuter Nothilfe in Form von Infrastruktur, Nahrung und gesundheitlicher Basisversorgung - auch entwicklungspolitische Investitionen in eine krisenresistentere Landwirtschaft am Horn von Afrika, damit es in Zukunft gar nicht mehr soweit kommen kann. (Schluss) sa/ele

Rückfragehinweis:    SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,     Tel.: 01/53427-275    http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493