Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Tag der Migranten: 86 Prozent der Migration innerhalb Entwicklungsländer

Utl.: MigrantInnen als BotschafterInnen für solidarische Entwicklungspolitik einbeziehen

"86 Prozent der weltweiten Migration spielt sich innerhalb der so genannten Entwicklungsländer ab, weil Menschen vom Land in die Stadt, oder in Krisenfällen in ein direktes Nachbarland abwandern. Arme Länder haben also eine wesentlich größere Bürde bei der Aufnahme, der Versorgung und der Integration von Flüchtlingen zu tragen, als der reichere Norden", so Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, anlässlich des "Internationalen Tages der Migrantinnen und Migranten " der Vereinten Nationen am 18. Dezember. ****

"Was wie das Faktum oben auch in der öffentlichen Debatte oft übersehen wird, ist, dass Migration nicht nur einen Braingain - also einen Gewinn an Knowhow - für die Einen, sondern automatisch einen Braindrain - also einen Verlust von Investitionen in Ausbildung und Schulung - für die Anderen bedeutet. Wenn zum Beispiel hunderte gut ausgebildete malawische Ärzte und Krankenschwestern in der EU Arbeit finden, dann müssten wir das eigentlich dementsprechend dem Staat Malawi abgelten, wie beim Fußball, bei einem Spielerwechsel", so Bayr.

Bayr sieht in gut integrierten Migrantinnen und Migranten auch wichtige Botschafterinnen und Botschafter für die Idee der internationalen Solidarität und der Information über Entwicklungspolitik: "Zuwanderer und Zuwanderinnen aus Entwicklungsländern schaffen es wohl besser als jeder andere, uns hier ein Bild von ihrer Heimat zu vermitteln, von den Nöten und Bedürfnissen ebenso wie von den Visionen und Chancen, die die Menschen in anderen Ländern hegen. Sie sind damit wichtige Aufbereiterinnen und Aufbereiter für den Nährboden einer solidarischen Entwicklungspolitik, die von vielen Österreicherinnen und Österreichern jetzt schon breit befürwortet wird."

Am 18. Dezember 1990 wurde die "Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen" von der UN-Vollversammlung angenommen. Sie ist der primäre internationale Standard mit dem Regierungen ihre nationalen gesetzlichen Schutzmechanismen für Migrantinnen und Migranten messen. Die Konvention trat mit 1. Juli 2003 in Kraft. (Schluss) mis/mp

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