Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zu UNO-Jahresbericht: Dürfen bei Müttersterblichkeit nicht nachlassen

Utl.: Entwicklungsziele jetzt für Zeit nach 2015 formulieren

Petra Bayr, Entwicklungssprecherin der SPÖ, zeigt sich erfreut über die von der UNO für 2015 prognostizierte Halbierung der weltweiten Armut - im Vergleich zu 1990. Die Nationalratsabgeordnete sieht jedoch auch dringenden Handlungsbedarf bei der Erarbeitung neuer Ziele: "Es ist schon lange an der Zeit, dass wir uns auch Gedanken über zukünftige Entwicklungsziele - nach 2015 - machen. Wir dürfen das Momentum, das wir mit dem Jahrtausendwechsel im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit erreicht haben, nicht so einfach aus der Hand geben. Jetzt ist es an der Zeit, neue Ziele zu formulieren, und ganz sicher keine, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen", fordert Bayr mit Nachdruck. ****

Auch der Rückgang der Malaria-Opfer um 20 Prozent, wie ihn der diesjährige UNO-Jahresbericht ausweist, gibt Anlass zur Hoffnung. Bayr wünscht sich die baldige Entwicklung eines marktfähigen Impfstoffs gegen den gefährlichen Erreger: "Die Malariaimpfung würde die Lebensumstände in Afrika nachhaltig verbessern. Besonders für die Kinder in den ärmsten Regionen würde das unendlich viel bewirken." Die Entwicklungssprecherin sieht mit dem Impfstoff allerdings auch neue Herausforderungen verbunden: "Wir müssten alle diese Kinder erst ein Mal erreichen, um sie zu impfen. Ein hartes Stück Arbeit."

Kopfzerbrechen bereitet Bayr hingegen weiterhin das Thema der Müttersterblichkeit: "Leider sind wir noch sehr weit davon entfernt die anvisierte Reduktion um drei Viertel bis 2015 zu erreichen. Jahr für Jahr sterben so 350.000 Frauen weltweit weiterhin einen vermeidbaren Tod für das Leben. Dabei ist es ein ganz besonders wichtiges Ziel, den Zugang zu sicheren Verhütungsmitteln und angemessener medizinischer Versorgung bei der Geburt zu sichern."

Auch beim Ziel Nummer acht, dem Aufbauen weltweiter Entwicklungspartnerschaften sieht Bayr die Ziele gefährdet - kritisiert die UNO doch in ihrem Bericht, dass von den geforderten 0,7 Prozent für Entwicklungszusammenarbeit aktuell allerhöchstens 0,3 Prozent des Bruttonationaleinkommens auch tatsächlich geleistet würden. "Ich befürchte, dass die geforderte Zunahme bis 2013 weiterhin rückläufig sein wird und die Wirtschaftskrise so weiterhin ihren Tribut fordern wird. Alle Industrieländer sind daher aufgefordert ihren Verpflichtungen nachzukommen und gegebenenfalls bei den Budgets nach zu justieren. Österreich besonders", so Bayr abschließend. (Schluss) pl/mp

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