Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Weltaidstag: HIV-Prävention auch hierzulande verstärken

Utl.: "Frauen beugen sich noch immer viel zu leicht dem Wunsch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr"

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, betont anlässlich des Weltaidstages am 1. Dezember die Notwendigkeit wirksamer Präventionsprogramme. "Weltweit sind mehr als die Hälfte aller Menschen, die mit HIV oder AIDS leben, Frauen. In Österreich ist etwa ein Drittel der Betroffenen weiblich. Selbstbestimmung ist daher auch hierzulande eine Voraussetzung, um sich vor HIV zu schützen", so Bayr am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Durch ungewollten oder ungeschützten Sexualverkehr werden leider immer noch die allermeisten HIV-Infektionen verursacht. Dazu kommt noch der ungenügende Zugang zu modernen Verhütungsmitteln in den sogenannten Entwicklungsländern." ****

Bayr hatte erst in der vergangenen Woche im Rahmen einer Lesung von der Aidshilfe Wien und den Wiener SPÖ Frauen, unter dem Motto "Frauen lesen gegen Aids", gemeinsam mit österreichischen Schauspielerinnen und Schauspielern auf die besondere Situation HIV-infizierter Frauen im Alltag, ihre Stigmatisierung und letztendlich Diskriminierung aufmerksam gemacht. Dabei wurde abwechselnd aus dem Drehbuch "Tag und Nacht" von Eva Testor gelesen, welches erst dieses Jahr verfilmt wurde. "Immer noch vertrauen viel zu viele Frauen ihrem oft vermeintlich gut bekannten Partner und kommen gar nicht auf die Idee, dass er infiziert sein könnte. Die Frage nach der Verwendung eines Kondoms oder Femidoms - nach wie vor das einzig verlässliche Mittel zur Verhütung von sexuell übertragbaren Krankheiten - stellt sich in aufrechten Partnerschaften oft gar nicht. Nicht wenige Frauen wurden über untreue Partner infiziert, die ihnen die Krankheit verschwiegen haben", weiß Bayr über die Erfahrung einiger Frauen zu berichten.

Noch wesentlich prekärer ist die Situation im globalen Süden. "In weiten Teilen Afrikas wissen Frauen gar nicht, dass sie sich durch den Gebrauch eines Kondoms oder Femidoms vor HIV schützen können. In manchen Ländern Afrikas sind über 40 Prozent der schwangeren Frauen HIV-positiv", so Bayr. Bei uns hingegen sei der Nutzen von Kondomen oder Femidomen zwar bekannt, würde aber dennoch oft vernachlässigt, "da Frauen sich dem Wunsch vieler Männer nach ungeschütztem Verkehr beugen". Kampagnen zur Information und Aufklärung zur HIV-Prävention müssen daher überall verstärkt werden. Auch die hohe Müttersterblichkeit in den Ländern des Südens müsse wesentlich stärker bekämpft werden, ist Bayr überzeugt. "Die verschiedenen Bereiche der reproduktiven und sexuellen Gesundheit brauchen allesamt mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit, da sie zentrale Basis der Erreichung aller Millenniumsentwicklungsziele sind", so die SPÖ-Entwicklungssprecherin. Fotos zur Lesung auf: www.ega.or.at (Schluss) bj

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