Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr und Königsberger-Ludwig zum Weltbehindertentag: "Mehr barrierefreie Entwicklungszusammenarbeit"

Utl.: Besondere Bedürfnisse von der Planung bis zur Evaluierung beachten

"Jeder fünfte der weltweit ärmsten Menschen hat eine Behinderung. Daher sollten alle entwicklungspolitischen Programme zur Armutsbekämpfung auch barrierefrei gestaltet werden", fordern Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung und Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung, unisono anlässlich des Weltbehindertentages am 3. Dezember. ****

Österreich hat zwar 2008 bereits die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und 2010 auch das Zusatzprotokoll ratifiziert, dennoch fehlt eine effektive Einbindung in das Dreijahresprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). "Die OEZA finanziert zwar Einzelprojekte zur Förderung von Menschen mit Behinderung, es gibt aber keine systematische allgemeine Verankerung der Miteinbeziehung von Menschen mit Behinderung in EZA-Projekten", so Ulrike Königsberger-Ludwig.    "Menschen mit Behinderung müssen in allen Phasen der Entwicklungszusammenarbeit in Planung, Durchführung, Monitoring und Evaluierung beteiligt und berücksichtigt werden", betont Bayr. Sie erinnert in diesem Zusammenhang an die besondere Situation von Menschen mit Behinderung in den Entwicklungsländern. "Es ist kein Zufall, dass 80 Prozent aller Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern leben. Vielmehr sind es medizinische Unterversorgung, Hunger und schlechte arbeitsrechtliche Regelungen, welche einen Großteil der Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt verursachen und bislang konnte die internationale Entwicklungszusammenarbeit diese Menschen auch nur besonders schlecht erreichen", betont die SPÖ-Abgeordnete.

Königsberger-Ludwig und Bayr fordern daher gemeinsam eine verstärkte Implementierung der Rechte von Menschen mit Behinderung in die österreichische Entwicklungszusammenarbeit. "Es muss klar gemacht werden, dass auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen stärker Rücksicht genommen werden muss. Das sind immerhin über eine halbe Milliarde Menschen, die ebenfalls an den Erfolgen der Millenniumsziele teilhaben möchten", so Königsberger-Ludwig. (Schluss) sv/mp

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