Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Welternährungstag: Lokaler statt globaler!

Utl.: Nahrungsmittelspekulationen weltweit unterbinden

Nahrungsmittelspekulationen zu unterbinden ist, laut Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, das politische Gebot der Stunde. Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober, der heuer die Probleme aufgrund von Lebensmittelspekulationen zum Thema hat, warnt Bayr mit Nachdruck vor dem Verlust vieler tausender Menschenleben und auch von der destabilisierenden Wirkung solcher Krisen für ganze Gesellschaften. "Die aktuelle Ernährungskrise in Ostafrika führt deutlich vor Augen, wie dringlich es ist, politische Antworten auf das Problem zu finden und gegen extensive Preisblasen an den Börsen aufzubegehren. Spekulanten haben einen großen Anteil an den Preisschwankungen bei Nahrung und Boden." ****

Die aktuellen, humanitären Katastrophen führen ebenso vor Augen, wie wichtig die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) ist. Österreich müsse hier seine Verpflichtung verstärkt wahrnehmen. "Ziel muss sein, die UNO-Vorgabe, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, zu erreichen. Nachhaltige EZA bedeutet Katastrophen vorzubeugen, wie durch Investitionen in gentechnikfreies Saatgut und hitzeresistenten Pflanzen. Es bedarf Know-how, welches den Lebensumständen der Menschen angepasst ist, und die entsprechende Infrastruktur vor Ort bedient." Eine Modernisierung der Landwirtschaft ohne übertriebene Industrialisierung. "Die oberste Prämisse jeder Landwirtschaftspolitik muss das Recht der Menschen auf Nahrung sein", ist sich Bayr sicher.

Die Abgeordnete pocht darauf, die Zukunft der Landwirtschaft kleinräumiger zu denken. "Solange an den Börsen auf Nahrungsmittel und Böden so leichtfertig spekuliert werden kann, kommen wir dem Ziel, allen Ländern - und ihren BewohnerInnen - Ernährungssouveränität, also die Herrschaft über das was und wie viel sie produzieren, unmöglich zu näher. Wir müssen lernen in anderen, nachhaltigeren Maßstäben zu denken: eine lokalere statt immer globalere Landwirtschaft, die den Bedürfnissen der KonsumentInnen und ProduzentInnen gleichermaßen gerecht wird." (Schluss) sa/mp

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