Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Weltlehrertag: Gleichberechtigung baut auf Bildung

Utl.: Zwei Millionen Lehrerinnen und Lehrer mehr bis 2015 gefordert

Heuer jährt sich zum zehnten Mal der UNESCO-Welttag des Lehrers, der diesmal unter dem Motto des Millennium Development Goals 3 (MDG) steht, nämlich Gleichberechtigung. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, verweist auf die vielen Hürden zu guter Bildung, insbesondere für Mädchen in manchen der so genannten Entwicklungsländern: "2,7 Millionen afghanische Mädchen, die heuer die Schule besuchen können, sind im Vergleich zu vor zehn Jahren, als sich unter den Taliban vielleicht ein paar Tausend trauten, ein großer Erfolg", sagte Bayr heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Gleichberechtigung und damit der gleichberechtigte Zugang zu modernen Verhütungsmitteln kann nur über die Aufklärung zur Familienplanung erfolgen. Den LehrerInnen kommt hierbei eine essentielle Rolle zu: Im Oktober 2011 werden 7 Milliarden Menschen auf dieser Erde leben, 2050 könnten es bereits über 9 Milliarden sein. Wir brauchen gendersensible, langfristige Strategien beim Ressourcenverbrauch, der Gesundheitsversorgung und generell bei der Armutsbekämpfung", so Bayr.

Bildung ist somit die Schlüsselkompetenz schlechthin. "Weltweit erhalten zwar immer mehr Kinder eine Grundbildung, darunter auch immer mehr Mädchen. Im Vergleich erhalten aber pro 100 Burschen nur 96 Mädchen eine Grundbildung. Nach UNO-Schätzungen werden bis 2015 zwei Millionen LehrerInnen mehr benötigt werden, um dem MDG 2, einer Grundbildung für alle, nachzukommen. Besonders wichtig ist hierbei ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis beim Lehrkörper: In Klassen mit weiblichen Lehrkräften bei der Grundbildung gibt es tendenziell mehr Mädchen, die danach eine Sekundärbildung anstreben", so Bayr.

Bei der Sekundär- und tertiären Bildung gibt es jedoch gravierende regionale Unterschiede. Während in Lateinamerika und der Karibik auf je 100 Jungen in Haupt- und Mittelschulen 108 Mädchen kommen, ist ihre Anzahl in der tertiären Bildung sogar mit 125 noch höher. Anders in Subsahara-Afrika: Hier liegt die Rate in der Unterstufe bei 79 und in der Oberstufe bei nur 67.

Die Nationalratsabgeordnete kritisiert, dass trotz der Erfolge bei der Einschulungsquote von Mädchen weltweit immer noch zwei Drittel der Analphabeten Frauen sind. "Dieses Geschlechtergefälle hat sich seit 1990 nicht verändert. Für Gleichberechtigung und Familienplanung spielt Bildung jedoch eine entscheidende Rolle und darf in der Entwicklungspolitik nicht zu kurz kommen", sagte Bayr.
(Schluss) mb/mp

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