Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Welttoilettentag: Österreich kann mehr als Trinkwasserschutz

Utl.: Moderne Siedlungshygiene verhindert Krankheiten und Todesfälle

"Der durchschnittliche Österreicher benutzt das Klo circa sechs Mal am Tag und verbringt im Schnitt drei Jahre seines Lebens am so genannten "stillen Örtchen". Trotzdem wird das Thema Toilette weitest gehend tabuisiert." Ein fundamentaler Fehler, findet SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, Petra Bayr. Der Welttoilettentag am 19. November erinnert an die Notwendigkeit ausreichender Sanitärversorgung speziell in den so genannten Entwicklungsländern. ****

"Das 'saubere' Wasser wird tatsächlich als Schwerpunkt in der Entwicklungszusammenarbeit bevorzugt, deswegen verzeichnen wir in den vergangenen zehn Jahren eine Zunahme an Menschen ohne ausreichende sanitäre Versorgung. Sanitäre Versorgung sollte aber eigentlich eine selbstverständliche Lebensgrundlage für jeden Mann und jede Frau sein", so Bayr. 2,6 Milliarden Menschen, als fast ein Drittel aller Menschen, müssen weltweit ohne vernünftige sanitäre Einrichtungen auskommen. Jährlich sterben 2,2 Millionen Kinder alleine an Durchfallerkrankungen wie Ruhr und Cholera, verursacht durch Trinkwasser, das mit Fäkalien verseuchten ist, was mit guten sanitären Anlagen zu vermeiden wäre.

"Österreich hat in puncto Abwasser-Reinigung schon oft international seine Kompetenz unter Beweis gestellt. Wir tragen sehr aktiv zur Erreichung des Millenniumentwicklungsziels sieben, nämlich ökologischer Nachhaltigkeit und Halbierung des Anteils der Weltbevölkerung ohne dauerhaften Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser bei", so die Nationalratsabgeordnete. Trotzdem ist Petra Bayr davon überzeugt, dass die österreichische Entwicklungszusammenarbeit diesbezüglich mit einer dementsprechend besseren finanziellen Dotierung noch mehr tun könnte. "Gerade Projekte wie jenes in Uganda, genauer in Kisoro, wo höchst erfolgreich Siedlungshygiene vorangetrieben wird, sind insofern ausbaufähig. Lassen wir uns von gängigen Tabus nicht abschrecken, sondern spülen wir sie lieber dorthin, wo sie hingehören!", Bayr abschließend. (Schluss) ah/mp

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