Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Westsahara - Bayr für gelebte Solidarität mit dem Volk der Saharauis

Utl.: Podiumsdiskussion "Frauen der Westsahara - Gender und nationale Identität im Exil"

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, moderierte Montagabend eine Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe "femmes globales" mit dem Titel "Frauen der Westsahara - Gender und nationale Identität im Exil" im "ega:frauen im zentrum". Die Veranstalterinnen und Veranstalter wollen mit dieser Diskussionsrunde an die Krisenregion Westsahara erinnern, wo seit Jahrzehnten ein Konfliktherd schwelt. "Das Volk der Saharauis ist nun seit bald 40 Jahren darum bemüht, sich von der Unterdrückung durch Marokko zu befreien, welches das Gebiet besetzt", so Bayr und forderte wieder mehr gelebte Solidarität mit dem Volk der Saharauis ein. ****

"Im von Marokko besetzten Gebiet versuchen die Saharauis seit über 30 Jahren, ihre Völkerrechte gegen die Unterdrückung und für mehr Selbstbestimmung durchzusetzen", erklärte Bayr. 20 Jahre nach Ausrufung des Waffenstillstands mit Marokko gilt die Westsahara heute noch immer als "letzte Kolonie Afrikas" und viele Sahauris leben in Flüchtlingslagern im Süden Algeriens. Diskutiert wurde deshalb über die Auswirkungen von nationaler Identität und Konflikt auf die Situation der Frauen in den Flüchtlingslagern der Westsaharauis. "Denn die Frauen waren beim Aufbau neuer Strukturen in den Flüchtlingslagern und in vielen anderen Bereichen maßgeblich beteiligt", sagte die Entwicklungssprecherin.

Bayr forderte verstärkte Bemühungen des UN-Weltsicherheitsrates, um eine friedliche Lösung für die Westsahara zu realisieren. "Auch Österreich kann einen Beitrag dazu leisten, um endlich zu einer friedlichen Lösung zu kommen und damit zu einem historischen Erfolg für eine selbstbestimmte Westsahara beitragen", so Bayr. Zum Beispiel bei der Formulierung des partnerschaftlichen Fischereiabkommens zwischen der Europäischen Union und dem Königreich Marokko für die Fanggebiete vor der Küste der Westsahara. "Die Unterzeichnung des vorliegenden Vertrages kommt einer indirekten Anerkennung Marokkos als Besatzungsmacht der Westsahara gleich, das ist aus österreichischer Sicht einfach nicht hinzunehmen" sagte Bayr.

Die von den Wiener SPÖ Frauen und dem Renner Institut initiierte Veranstaltungsreihe "femmes globales" setzt sich zum Ziel, verschiedene frauenspezifische Themen im internationalen Kontext mit Expertinnen und Experten zu erörtern. Diskutiert wurde dieses Mal mit Maria Mayrhofer und mit Nadjat Hamdi, Vertreterin der Frente Polisario in Österreich. Die Autorin Erika Pluhar sprach sehr persönliche einleitende Worte. (Schluss) mis/sv

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