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Wiener SPÖ-Frauen/Aids Hilfe Wien: Femidom - Sicherer und selbstbestimmter Sex!

Utl.: Verhütungsmethode für Frauen fördern, umfassende Aufklärung bieten

"Das Credo der Wiener SPÖ Frauen lautet: Jede Wienerin soll sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können. Dafür werden in Wien eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt, um die Wienerinnen in allen Lebenslagen zielgerichtet unterstützen zu können. Sei es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bei einer punktgenauen Förderung am Arbeitsmarkt oder eben auch bei umfassenden Informationen zu allen Gesundheitsfragen. In diesem Sinne ist es uns ein besonderes Anliegen, die Verhütungsmethode Femidom zu unterstützen", betonte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch am Mittwoch bei einem Pressegespräch zum Thema "Femidom: Sicherer und selbstbestimmter Sex!" gemeinsam mit NAbg. Petra Bayer, SPÖ Sprecherin für globale Entwicklung sowie Sabine Lex und Winifred Eyoufe von der Aids Hilfe Wien.****

"In Wien werde die Selbstbestimmtheit und Selbstständigkeit der Frauen ernst genommen, so auch bei Themen wie Verhütung oder Schutz vor der Infizierung mit HIV/Aids. Dabei sei es besonders wichtig, durch niederschwellige Informationsangebote für Mädchen und Frauen weit verbreiteten Fehlinformationen und Unwissenheit entgegenzuwirken", unterstrich Krotsch. Denn es gehe darum, selbstbestimmt über seinen Körper zu verfügen. Die Wiener SPÖ Frauen informieren daher regelmäßig im Rahmen von diversen Veranstaltungen und Verteilaktionen über das Femidom, um die Öffentlichkeit über diese Verhütungsmethode aufzuklären: "Nur aufgeklärte Frauen können ihre Gesundheit selbstbestimmt schützen und das Femidom leistet hierzu einen wichtigen Beitrag!"

Zwtl.: Jedes Jahr sterben 350.000 Frauen durch Mängel in der reproduktiven Gesundheit

NAbg. Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung verwies in diesem Zusammenhang auf die "reproduktive Gesundheit", über die erstmals bei der Internationalen Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung im Jahr 1994 diskutiert wurde. Dabei wurde das Recht auf Familienplanung und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung von 179 Staaten als oberste bevölkerungspolitische Priorität anerkannt. "Jedes Jahr sterben 350.000 Frauen durch Mängel in der reproduktiven Gesundheit. Die Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen hat immer noch gravierende Folgen für ihre sexuelle Gesundheit. Sexuell übertragbare Krankheiten breiten sich aus - weil Kondome oder Femidome als einzig möglicher, wirksamer Schutz in vielen Weltregionen nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen", so Bayr.

Laut dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) haben 215 Millionen Frauen keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Laut neustem Bericht über die Millennium Development Goals der Vereinten Nationen sind junge Frauen in Sub-Sahara-Afrika am meisten gefährdet, da sie im Gegensatz zu den jungen Männern unterinformiert sind, was den Gebrauch moderner Verhütungsmethoden und die Ansteckungsgefahren mit HIV/AIDS betrifft.

In Österreich leben inklusive Dunkelziffer etwa 12.000-15.000 Menschen mit HIV/AIDS. Ein Drittel davon sind Frauen und etwa 30 Prozent davon haben eine andere als die österreichische Staatsbürgerschaft. Die meisten HIV-positiven Frauen haben sich über heterosexuellen Geschlechtsverkehr mit dem Immunschwächevirus infiziert.

Zwtl.: Aids Hilfe Wien - PARC-Projekt für Frauen aus Subsahara-Afrika

Im Jahr 2011 hat die Präventionsabteilung für MigrantInnen und vulnerable Gruppen der Aids Hilfe Wien das PARC1-Projekt, ein aufsuchendes Peer-Projekt von und für MigrantInnen aus Subsahara-Afrika durchgeführt. Settings waren unter anderem Shops, Restaurants, Bars, Parkanlagen, Kulturfeste und Events wie die Afrika Tage Wien. Im Zuge von Touren durch Shops, im Rahmen von Workshops und Diskussionen sowie durch Weitergabe von Informationsmaterial, wurden Femidome an Frauen aus Subsahara-Afrika ausgehändigt. "Zunächst waren die Frauen einerseits angenehm überrascht und neugierig, andererseits aber auch skeptisch. Dennoch war das Feedback durchaus positiv; es war, als ob den Frauen eine Stimme in einem männlich dominierten Bereich gegeben worden wäre", stellte Winifred Eyoufe, Peer-Edukatorin des Projekts fest.

In der Präventionsarbeit ist die Weitergabe von Kondomen ein wichtiges Element; im PARC-Projekt zeigte sich zudem eine starke Nachfrage nach und rasche Akzeptanz von Femidomen von Frauen aus Subsahara-Afrika. Dies beweise, wie wichtig und notwendig solche Awareness-Programme für bestimmte Bevölkerungsgruppen seien.

"Leider ist das Femidom in Österreich nur sehr schwer erhältlich", bedauert Sabine Lex, bei der Aids Hilfe Wien zuständig für die Prävention für MigrantInnen und vulnerable Gruppen, und berichtete weiters, dass Femidome sehr teuer und damit für viele Frauen nicht leistbar sind. Die Unterstützung dieser Frauen sei daher von essentieller Bedeutung. (Schluss) nk

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