Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

"Mein Körper, meine Entscheidung" - Bayr zum Recht auf Selbstbestimmung

Utl.: Breites Bündnis gegen radikale AbtreibungsgegnerInnen

"Human Life International hat anscheinend das Ziel, die Rechte der Frauen auf das Niveau vom Tschad, von Sierra Leone oder Afghanistan zu reduzieren. Wir hingegen setzen uns für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen ein. Dazu gehören der freie Zugang zu Verhütungsmitteln, selbstbestimmte Sexualität und die Möglichkeit auf einen sicheren und kostengünstigen Schwangerschaftsabbruch", stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung am Mittwoch bei einer Pressekonferenz fest. ****

Bayr setzt heute im Vorfeld zum Welt-Gebets-Kongress gemeinsam mit Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, DDr. Christian Fiala, Leiter des Gynmed-Ambulatoriums, und Dr. Claudia Linemayr-Wagner, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung, ein klares Zeichen gegen die Hetze radikaler AbtreibungsgegnerInnen. Von 4. bis 8. Oktober findet in Wien der Welt-Gebets-Kongresse von Human Life International (HLI) statt, "bei dem sich die Ewiggestrigen ein Stelldichein geben, die Frauenrechte zurück ins Mittelalter wünschen", kommentiert Bayr.

Bayr zeigt die Verbindungen zwischen Teilen der konservativen politischen Rechten und radikalen AbtreibungsgegnerInnen in Österreich auf. "Es ist erschreckend, wie nah sich die politische Rechte und fundamentale Katholiken in Österreich stehen. Da gibt es etwa Ewald Stadler, der radikale Abtreibungsgegner, darunter auch HLI-Mitglieder, vor Gericht verteidigt hat - ohne Erfolg. Die Verhandlung führte zu Schuldsprüchen wegen Stalkings bei allen vier Angeklagten."

Auch die ÖVP Wien hat ihre Einstellung zum Thema Schwangerschaftsabbruch bewiesen, als sie 2005 Gudrun Kugler-Lang auf die Liste für die Gemeinderatswahl stellte: "Damit hat die ÖVP Wien klar gezeigt, dass sie fundamentale AbtreibungsgegnerInnen in ihren Reihen duldet. Das ist einfach frauenverachtend. Das Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unbedingt zu wahren", so Bayr.

Abschließend stellt Bayr fest, dass die radikalen AbtreibungsgegnerInnen immer mit den gleichen absurden Argumenten aufwarten: "Familienplanung und Sexualaufklärung führen in der Meinung der sogenannten Anti-Choice-Bewegung zu einem Sittenverfall und bedrohen die Rolle der Frau als Ehegattin und Mutter." Dass genau das Gegenteil der Fall ist, liegt für Bayr auf der Hand: "Aufklärung gibt Menschen die Möglichkeit, verantwortungsvoll mit der eigenen Sexualität umzugehen. Frauen, die selbstbestimmt über die Anzahl und den Zeitpunkt der eigen Kinder entscheiden können, sind bessere Mütter, aus eigner Entscheidung." (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
   Tel.: 01/53427-275
   http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493


Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***